Die Boundary Commission for Scotland schuf den Wahlkreis im Hinblick auf die Unterhauswahl 2005. Er entstand aus Teilen der aufgelösten Wahlkreise Rutherglen und Hamilton South. 2024 löste die Boundary Commission den Wahlkreis auf und teilte sein Gebiet dem wiederhergestellten Wahlkreis Rutherglen zu.
Der Wahlkreis umfasste folgende Gebiete:
2005–2024: in der South Lanarkshire Council Area die Wards Blantyre, Cambuslang East, Cambuslang West, Hamilton North & East (teilweise), Hamilton South (teilweise), Hamilton West & Earnock (teilweise) Rutherglen Central & North und Rutherglen South[1]
Rutherglen and Hamilton West zeichnete sich durch ein sehr volatiles Wählerverhalten aus, mit mehreren Wechseln zwischen der Co-operative Party und der Scottish National Party (SNP). Erster Abgeorndeter war Thomas McAvoy von der Co-operative Party. Auf ihn folgte 2010 sein Parteikollege Tom Greatrex, der sich fünf Jahre später der SNP-Kandidatin Margaret Ferrier geschlagen geben musste. Ferrier wiederum musste 2017 ihren Sitz an Gerard Killen von der Co-operative Party abtreten, auf den 265 Stimmen mehr entfallen waren. 2019 gelang Ferrier die Rückeroberung des Sitzes, doch am 1. Oktober 2020 wurde ihr nach einem Verstoß gegen die COVID-19-Pandemievorschriften die SNP-Fraktionszugehörigkeit entzogen und war fortan als Unabhängige tätig.[2] Das Unterhaus belegte sie im Juni 2023 wegen ihrer Handlungen mit einer 30-tägigen Suspendierung, was eine Abberufungspetition zur Folge hatte.[3] Mehr als die erforderlichen zehn Prozent der Wähler ihres Wahlkreises unterschrieben die Petition, worauf Ferrier ihren Sitz verlor. Bei der anschließenden Nachwahl am 5. Oktober 2023 setzte sich Michael Shanks von der Co-oerative Party durch.[4]