Wilhelm Günther (Politiker)

Johann Christian Wilhelm Günther war ein sächsischer Textilunternehmer und Politiker.

Leben

Günther besaß in der von der Textil- und Strumpfindustrie geprägten Gemeinde Oberlungwitz – damals zu den Schönburgischen Herrschaften gehörig – eine Bleicherei. Auf dem Landtag 1849/50 vertrat er den 50., 51. und 52. Wahlbezirk (Lichtenstein/Sa., Schneeberg, Stollberg) in der I. Kammer des Sächsischen Landtags.[1][2] Günther wird den linken Kräften zugeordnet.[2][3] Er war Kandidat der Deutschen Vaterlandsvereine.[2] Inwieweit sich Günther am Dresdner Maiaufstand beteiligte, ist nicht bekannt.

Über sein Bleicherei, die unter dem Namen J. C. W. Günther firmierte und im Handelsregister beim Amtsgericht Lichtenstein eingetragen war,[4] wurde 1874 der Konkurs eröffnet.[5]

Einzelnachweise

  1. ↑ Josef Matzerath: Aspekte sächsischer Landtagsgeschichte. Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage (1833–1952), Dresden 2011, DNB 1044139110, S. 58–59.
  2. ↑ a b c Josef Matzerath / Uwe Ulrich Jäschke: Aspekte Sächsischer Landtagsgeschichte. Teil: Die Mitglieder und Wahlbezirke der sächsischen Landtage 1833 bis 1952. Teil 3: Wahlbezirke und Raumbezüge. Dresden 2011, DNB 1046850660, S. 86–88.
  3. ↑ Erster Bericht des Clubs der Linken, 1849 (Digitalisat).
  4. ↑ Leipziger Zeitung vom 30. Juli 1862, Extrabeilage (Digitalisat).
  5. ↑ Nationalzeitung vom 18. August 1874, 1. Beilage (Digitalisat).