Johann Friedrich von Schmeerheim

Johann Friedrich von Schmeerheim (* 1660 in der Grafschaft Lippe; † 12. März 1728) war ein preußischer Generalmajor sowie Kommandant von Lippstadt und Sparrenburg.
Leben

Die Familie stammt aus dem lippischen bei Detmold, wo sie zu den Patrizierfamilien zählte und von Mitte des 16. bis Mitte des 17. Jahrhunderts drei Detmolder Bürgermeister stellte. Unter anderem besaß die Familie das von ihr errichtete Schmerimenhaus und Gut Eckendorf bei Heepen, das 1628 in den Besitz des gräflich-lippischen Oberforst- und Jägermeister Arnold Schmerheim kam.
Johann Friedrich Schmeerheim war ab 1687 kurbrandenburgischer Kapitän bei der Leibgarde. Im März 1709 wurde er zum Oberst und Kommandant von Lippstadt und Sparrenburg ernannt. Am 17. März 1710 erhielt er den Reichsadelsstand. Anfang August 1726 stieg Schmeerheim zum Generalmajor auf.
Er war mit Anna Ursula Elisabeth von Meinders verheiratet. Er hatte eine Tochter, Anna Maria Charlotte von Schmeerheim (1701–1768), die am 22. April 1722 den preußischen Generalmajor Bernd Siegmund von Blankensee heiratete. Eine weitere, Johanna Franziska von Schmeerheim (1700–1771), heiratete Oberst Ernest Ludwig von Sydow. Eine dritte, Hermina Elisabeth Caroline von Schmeerheim († nach 1784), war mit Major Bernd Erdmann von Kleist (1692–1745) zu Damen vermählt. Johann Friedrichs Sohn fiel 1741 bei Mollwitz.
Wappen
Blasonierung des 1710 verliehenen Wappens: Gespalten. Rechts in Silber ein halber an den Spalt gelegter schwarzer Adler, links in Blau zwei goldene gestümmelte ins Andreaskreuz gestellte Baumstämme. Auf dem Helm mit rechts schwarz-silbernen und links blau-silbernen Helmdecken eine Krone.[1]
Literatur
- Anton Balthasar König: Johann Friedrich von Schmeerheim. In: Biographisches Lexikon aller Helden und Militairpersonen. Band III. Arnold Wever, Berlin 1790, S. 478 (Johann Friedrich von Schmeerheim in der Google-Buchsuche).
- Der deutsche Herold. Zeitschrift für Wappen-, Siegel- u. Familienkunde. Band 4, 1873, S. 130f. Digitalisat Familie Scheerheim
- Kurt von Priesdorff: Soldatisches Führertum. Band 1, Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg, o. O. [Hamburg], o. J. [1937], DNB 367632764, S. 153, Nr. 225.
- Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon, Band 8: Saackhen, Wailckhl v. Saackhen – Steinhauer zu Bulgarn. Leipzig 1868, S. 230 (Google Bücher).
- Leopold von Ledebur: Adelslexicon der Preußischen Monarchie. Band 2: L–S, Berlin 1856, S. 382 (digitale-sammlungen.de).
- Max von Spießen: Wappenbuch des Westfälischen Adels, mit Wappengrafiken von Adolf Matthias Hildebrandt, Band 1, Görlitz 1901–1903, S. 114 (hhu.de); Band 2, Görlitz 1903, Tfl. 285 (hhu.de).
Einzelnachweise
- ↑ Spießen (1901–1903), S. 114.