Kathog Rigdzin Chenpo Tshewang Norbu

Kathog Rigdzin Chenpo Tshewang Norbu (tib.: ka thog rig 'dzin chen po tshe dbang nor bu; geb. 1698; gest. 1755) war ein bedeutender Geistlicher der Nyingma-Schule des tibetischen Buddhismus aus dem Kathog-Kloster in Osttibet[1]. Er ist Verfasser einer handschriftlich überlieferten wichtigen Genealogie der Herrscher von Gungthang (bzw. Ngari Me Gungthang[2] oder Mangyül Gungthang, mit dem Zentrum in Gyirong (Kyirong))[3] (aus dem Jahr 1749), dem Gung thang rgyal rabs[4].[5] 1752 wurde er vom 7. Dalai Lama nach Ladakh gesandt, um den Konflikt zwischen den Königreichen Purig und Ladakh zu lösen.[6]

Er vermittelte die Sicht des „Shentong“ (tib. gzhan stong) an Situ Penchen (1700–1774) und gründete eine Zweigniederlassung des Kathog-Klosters in Sikkim.[7]

Werke

  • Gesammelte Werke (gSuṅ ‘bum) von Ka˙-thog Rig-’dzin Chen-po Tshe dBaṅ-nor-bu (6 Bde.). Dalhousie, H.P, Indien, 1977.

Literatur

Einzelnachweise und Fußnoten

  1. ↑ Das Kloster befindet sich im Kreis Baiyü (Pelyül) des Autonomen Bezirks Garzê der Tibeter in Sichuan und ist einer der sogenannten „Sechs großen Sitze“ der Nyingmapa.
  2. ↑ chin. Ali Mai Gongtang 阿里麦贡塘
  3. ↑ chin. Mangyu Gongtang 芒域贡塘; chinesisch betitelt: 貢塘王統世系
  4. ↑ Mit vollem Titel: Bod rje lha btsad po'i gdung rabs mnga' ris smad gung thang du ji ltar byung ba'i tshul deb ther dwangs shel 'phrul gyi me long; chin. 吐蕃王室后裔在阿里麦贡塘之世系源流明镜
  5. ↑ Das Werk ist im Band《藏文五种史料》,西藏人民出版社,1989, enthalten und wurde von Karl-Heinz Everding übersetzt: Das Königreich Mang-yul Gung-thang. Königtum und Herrschaftsgewalt im Tibet des 13.-17. Jahrhunderts. 2 Teile. Bonn 2000.
  6. ↑ Zu dieser diplomatischen Mission nach Ladakh, siehe Schwieger (1997)
  7. ↑ StudyBuddhism.com: Eine kurze Geschichte des Klosters Katog - gefunden am 22. Juni 2016