Mozart/Mozart
| Fernsehserie | |
| Titel | Mozart/Mozart |
|---|---|
| Produktionsland | Deutschland |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erscheinungsjahr | 2025 |
| Länge | 48[1] Minuten |
| Episoden | 6 in 1 Staffel (Liste) |
| Produktionsunternehmen |
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| Regie | Clara Zoë My-Linh von Arnim |
| Drehbuch |
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| Produktion |
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| Musik | |
| Kamera | Simon Vu |
| Schnitt |
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| Erstausstrahlung | 15. Dez. 2025 auf ORF 1 |
| Besetzung | |
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Mozart/Mozart ist eine deutsche Fernsehserie, die unter der Regie von Clara Zoë My-Linh von Arnim entstand. Showrunner und Headautor war Andreas Gutzeit, der gemeinsam mit Swantje Oppermann die Drehbücher schrieb.[2][3]
Die Serie stieß überwiegend auf deutlich ablehnende Resonanz bei Kritik und Zuschauern und gilt durch die niedrigen Einschaltquoten als Flop.[4][5][6]
Handlung
Die Serie erzählt eine fiktionalisierte Geschichte um Maria Anna Mozart („Nannerl“), die im Schatten ihres Bruders Wolfgang Amadeus Mozart steht, obwohl sie selbst über ein außergewöhnliches musikalisches Talent verfügt. Als Wolfgang aufgrund persönlicher und gesundheitlicher Probleme nicht mehr auftreten kann und die Existenz der Familie gefährdet ist, übernimmt Maria Anna verkleidet seine Rolle und tritt unter seinem Namen am Wiener Hof auf.
In Wien gerät sie in ein Geflecht aus höfischen Intrigen, Machtkämpfen und persönlichen Abhängigkeiten, insbesondere im Konflikt mit Hofkomponist Antonio Salieri. Während Wolfgang zunehmend die Kontrolle verliert, versucht Maria Anna, eine deutschsprachige Volksoper zu realisieren und sich als eigenständige Künstlerin zu behaupten. Die Täuschung droht mehrfach aufzufliegen und führt zu Konflikten innerhalb der Familie sowie zu politischen und persönlichen Konsequenzen. Am Ende wird Maria Annas Urheberschaft offenbart, Salieri verliert seine Stellung, und Maria Annas Werk gelangt zur Aufführung, während sich die Wege der Geschwister trennen.
Produktion und Hintergrund
Die Dreharbeiten fanden an 60 Drehtagen vom 25. März bis zum 11. Juni 2025 in Lettland und Litauen statt.[3] Die Serie wurde von Story House Pictures in Zusammenarbeit mit der ARD (WDR/SWR/ARD Degeto Film), dem ORF und der Dreaming Sheep Company produziert. Den Weltvertrieb übernahm die Bavaria Media in Kooperation mit der Beta Film.[1]
Die Kamera führte Simon Vu, die Musik stammt vom Electronica-Duo Ätna, Jessica de Rooij und Felix Raffel, die Montage verantworteten Jens Klüber, Yvonne Tetzlaff und Holger Finck. Das Kostümbild gestaltete Daiva Petrulytė, das Szenenbild Algirdas Garbačiauskas und die Maske Beata Aija Rjabovska. Die Kostüme stammten vom Kostümverleih Lambert Hofer. Choreographen waren Marten Baum und Sonia Bartuccelli.[3]
Produzent Andreas Gutzeit, Kostümbildnerin Daiva Petrulytė, Szenenbildnerin Algis Garbačiauskas und Komponistin Jessica De Rooij waren zuvor für die von 2021 bis 2024 erstmals ausgestrahlte Serie Sisi tätig, die ebenfalls im Baltikum gedreht wurde.[1][7][8] 2024 wurde die Serie Amadeus für Sky gedreht, die ebenfalls Ende 2025 veröffentlicht werden soll.[9][10]
Episodenliste
| Nr. | Titel | Erstveröffentlichung ARD Mediathek | Erstveröffentlichung ORF 1 |
|---|---|---|---|
| 1 | Skandal | 12. Dez. 2025 | 15. Dezember 2025 |
| Nachdem der Salzburger Erzbischof bei einer Aufführung der Missa brevis in F-Dur einschläft, schlägt Amadeus zornig andere Töne an und wird darauf der Blasphemie bezichtigt, zur Persona non grata erklärt und wegen seines Verhaltens entlassen. Leopold Mozart plant darauf, Maria Anna an den Freiherrn zu Oberhausen zu verheiraten. Die Geschwister fliehen daher nach Wien, in der Hoffnung, dass Wolfgang eine Anstellung am Hof von Joseph II. erhält. Unterkunft finden sie in der Pension Weber, die von der Mutter von Constanze Weber betrieben wird. Constanze und Amadeus beginnen eine Liebesbeziehung.
Maria Anna bietet dem Instrumentenbauer Signore Avenarius Notenmaterial an, der hat aber kein Interesse. Vor dessen Geschäft trifft sie zufällig auf Antonio Salieri, der ihr die Noten um fünf Gulden abkauft. Gegenüber dem Kaiser gibt Salieri die Komposition als sein eigenes Werk aus. In der Hofburg ist Marie Antoinette aus Frankreich bei ihrem Bruder Joseph zu Besuch. Sie engagiert Amadeus für ein Geburtstagskonzert für ihren Bruder. Vor dem Auftritt findet Maria Anna ihren Bruder bewusstlos vor, in seiner Hand hat er ein Fläschchen Laudanum. Amadeus fordert seine Schwester auf, für ihn einzuspringen. Leopold reist seinen Kindern nach Wien nach. | |||
| 2 | Rivalin | 12. Dez. 2025 | 15. Dezember 2025 |
| Nach dem Motto „Sie wollen Mozart, wir geben Ihnen Mozart“ tritt Maria Anna als Ersatz für ihren Bruder mit dem 21. Klavierkonzert vor dem Hof auf. Wegen des Kostüms und der Perücke fällt der Tausch nicht auf und Joseph II. und Marie Antoinette sind begeistert. Der Kaiser bietet Amadeus einen Vorschuss von 1000 Gulden, sollte er in zwei Tagen einen Plan für eine Oper präsentieren, die beim Volk ebenso gut ankommt.
Als Constanzes Mutter von ihrer Beziehung zu Amadeus erfährt, setzt sie das Paar und die Schwester vor die Tür. Unterschlupf finden sie darauf bei Constanzes Freundin Rosa. Amadeus macht Constanze einen Heiratsantrag, den diese annimmt. Er will frei sein und mit der Gruppe Straßenmusiker durch das Land ziehen. Maria Anna gibt ihrem Bruder die Schuld daran, dass ihr Vater sie an den Freiherrn zu Oberhausen verheiraten will. Während Constanze und Amadeus heiraten, ist Leopold auf der Suche nach seinen Kindern. Salieri fürchtet um seine Stellung bei Hofe und bietet Maria Anna 1000 Gulden, wenn Amadeus Wien verlässt. Sie lehnt das Angebot aber ab. Auf der Suche nach einem geeigneten Libretto für die deutschsprachige Volksoper stattet sie Signore Avenarius einen Besuch ab, wo sie mit dem Text zu Die Entführung aus dem Serail fündig wird. Amadeus präsentiert Maria Annas Idee einer Oper in deutscher Sprache dem Kaiser als seine eigene. Allerdings hatte Salieri kurz zuvor den gleichen Vorschlag unterbreitet, nachdem er bei Avenarius von Maria Annas Plan erfahren hatte. Amadeus fordert Salieri darauf zum Duell. | |||
| 3 | Fantasie | 12. Dez. 2025 | 15. Dezember 2025 |
| Beim Duell zwischen Salieri und Amadeus wird Constanze versehentlich angeschossen, die Wunde wird von Anna Maria genäht. Amadeus wird auf Anordnung des Kaisers festgenommen. Dieser schlägt einen Arien-Wettstreit vor, der Gewinner soll die Volksoper komponieren. Marie Antoinette versucht Amadeus zu verführen, der allerdings flieht. Leopold Mozart kann zwischenzeitlich seine Kinder ausfindig machen, Amadeus lässt er in eine Entzugsklinik einweisen. Die Komposition der Arie will er selbst übernehmen, während Anna Maria eine Sopranistin suchen soll.
Auf einem von Marie Antoinette veranstalteten Maskenball tritt die Sängerin Nancy Storace auf. Mit der Einladung an Amadeus verschafft sich Anna Maria Zutritt zum Ball, wo sie mit Salieri tanzt. Der engagiert Storace für sich selbst für den Arien-Wettstreit, während Anna Maria von Wachen abgeführt wird. Die von Anna Maria vorgeschlagene Sängerin Elenora Maxim lehnt Leopold aufgrund einer gemeinsamen Vergangenheit ab. Obwohl Elenora seit Jahren keine Oper mehr gesungen hat, schafft es Anna Maria, sie zu überzeugen, gegen Storace anzutreten. Anna Maria und Elenora Maxim können durch die Gunst des Publikums den Arien-Wettstreit für sich entscheiden und Amadeus erhält von Joseph II. den Auftrag, die Volksoper zu komponieren. | |||
| 4 | Feuerwerk | 12. Dez. 2025 | 17. Dezember 2025 |
| Marie Antoinette will Amadeus erneut verführen, Maria Anna entgeht knapp ihrer Enttarnung. Nach dem gewonnenen Arien-Wettstreit wollen Leopold und Anna Maria den vom Kaiser versprochenen Vorschuss abholen. Dieser lässt sich von Salieri vertreten, der ihnen eröffnet, dass das Geld erst nach der Generalprobe ausgezahlt werden soll.
In der Klinik fordert Dr. Wagner von Leopold 2000 Gulden Schweigegeld, damit er nicht auffliegen lässt, dass nicht wie in der Presse berichtet der bei ihm auf Entzug befindliche Amadeus beim Arien-Wettstreit aufgetreten ist. Während Wagner Amadeus in der Klinik festhält, macht sich Maria Anna an die Komposition der Volksoper. Der Kaiser drängt seine Schwester zur Rückkehr nach Frankreich. Leopold bietet Elenora Maxim die Hauptrolle in der neuen Oper an. Maxim unterstützt Maria Anna in der Folge bei der Komposition. Marie Antoinette versucht Amadeus ausfindig zu machen, trifft dabei aber nur auf Constanze. Nachdem Salieri Maria Anna gesteht, dass er die neue Volksoper für ein Meisterwerk hält, küsst sie ihn leidenschaftlich. Allerdings weigern sich die Musiker zunächst unter ihrer Leitung zu spielen. Sie schafft es aber später, die Musiker doch zu überzeugen. Constanze organisiert mit Unterstützung von Rosa ein Feuerwerk als Ablenkungsmanöver, um Amadeus mit Hilfe von Sprengstoff aus der Klinik zu befreien. | |||
| 5 | Geister | 12. Dez. 2025 | 17. Dezember 2025 |
| Ludwig XVI. erscheint überraschend in Wien um Marie Antoinette nach Frankreich zurückzuholen, wo sie ihre Pflicht als Königin erfüllen soll. Weil Ludwig selbst nicht in der Lage war, hat er für sie einen Mann ausgewählt, der einen Thronfolger zeugen soll. Nach seiner Befreiung aus der Klinik verlässt Constanze Amadeus, weil sie glaubt, dass er sie mit Marie Antoinette betrogen hat. Amadeus reißt die Probenarbeit wieder an sich, mit seiner eigenen Musik. Maria Anna befürchtet, dass die Volksoper scheitert und ihr Vater dann für sie eine Ehe arrangiert. Elenora Maxim ermuntert Maria Anna, nicht aufzugeben, und ihre eigene Oper fertigzustellen.
Marie Antoinette verführt Amadeus, um einen Thronfolger zu zeugen. Sie möchte, dass er mit ihr an den französischen Hof kommt. Amadeus lehnt allerdings ab, weil er eine Oper inszenieren muss. Die Königin bezahlt darauf Salieri, damit er dafür sorgt, dass die Oper scheitert. Maria Anna arbeitet mit Unterstützung von Leopold und Constanze an ihrer eigenen Oper und sorgt dafür, dass Salieri die Generalprobe vor dem Kaiser vorverlegen lässt, damit Amadeus diese verpasst. Der kapert die Generalprobe, die in einem Desaster endet. Der Kaiser sagt die Premiere ab und verweist die Mozarts vom Hof. Maria Anna flüchtet zu Salieri, mit dem sie eine Liebesnacht verbringt. Am nächsten Morgen gesteht er ihr, dass er das Orchester bestochen hat, damit dieses die Probe sabotiert. Maria Anna gibt Salieri die Schuld, dass sie jetzt an den ihr fremden Freiherrn von Berchthold zu Sonnenburg verheiratet werden soll. Der Kaiser beauftragt Salieri, die Volksoper zu übernehmen. | |||
| 6 | Licht | 12. Dez. 2025 | 17. Dezember 2025 |
| Leopold bringt Maria Anna zu ihrem zukünftigen Ehemann, dem Freiherrn zu Sonnenburg. Marie Antoinette, die Amadeus eine Stelle als Hofkapellmeister am französischen Hof angeboten hatte, kehrt mit ihrem Mann nach Frankreich zurück. Amadeus bittet Constanze um Verzeihung. Der Freiherr zu Sonnenburg willigt ein, die Verlobung zu lösen. Die Geschwister Mozart kehren getrennt von ihrem Vater nach Wien zurück. Dort beschließen sie Maria Annas Volksoper mit einer Gruppe von mit Constanze befreundeten Straßenmusikern zur Aufführung zu bringen, ausgestattet mit Instrumenten von Signore Avenarius. Die Premiere planen sie am selben Abend wie die von Salieri. Der Kaiser erhält ebenfalls eine Einladung.
Leopold gesteht Elenora Maxim, dass er sie geliebt hat, aber feige war und deshalb den sicheren Weg gewählt hatte. Elenora ihrerseits gesteht ihm, dass sie einen Sohn Joseph hat, den sie kurz nach der Geburt abgegeben hatte (sein Name erinnert an den Komponisten Joseph Bologne). Salieri sucht Maria Anna auf, er wolle dem Kaiser die Wahrheit sagen, für seine Fehler geradestehen und für Maria Anna alles aufgeben. Sie küsst ihn darauf und gesteht ihm, dass sie wiederholt als Mozart aufgetreten ist und die Komponistin der Volksoper ist. Salieri ist daraufhin von Maria Anna enttäuscht und fühlt sich hintergangen. Nachdem der Kaiser von Salieri die Wahrheit erfahren hat, wird dieser entlassen und die Straßenmusiker um Maria Anna und Amadeus werden ins Hoftheater geholt, damit sie dort ihre Volksoper zur Aufführung bringen. Die Premiere wird vom Publikum begeistert aufgenommen. | |||
Veröffentlichung
In der ARD Mediathek wurde die Serie am 12. Dezember 2025 veröffentlicht, im Ersten wurden jeweils drei Folgen am 16. und 17. Dezember 2025 erstmals ausgestrahlt.[2]
Auf ORF 1 war die Erstausstrahlung am 15. und 17. Dezember 2025, am 14. Dezember 2025 wurden die ersten drei Folgen auf ORF ON veröffentlicht.[11][12]
Rezeption
Die Serie wurde von Rezensenten und Zuschauern größtenteils negativ bis stark ablehnend aufgenommen und erzielte schwache Einschaltquoten. Diese negative Resonanz wurde von der Presse vielfach aufgegriffen und diskutiert.[13][14] Positive Besprechungen fanden sich vor allem in regionalen Zeitungen und auf kleineren Online-Plattformen.
Kritiken
In der Süddeutschen Zeitung verriss Johanna Adorján Mozart/Mozart als die „schlechteste Serie der Welt“. Die Serie sei „in nahezu sensationellem Ausmaß total miserables Fernsehen“, weder an der Geschichte noch Mozarts Musik interessiert, die Dialoge seien „unfassbar schlecht“ und das Schauspiel „auf unterstem Soap-Niveau“. Die Rezensentin hofft, „dass es keine zweite Staffel gibt!“[15]
In der Frankfurter Allgemeinen geht der Musikwissenschaftler Ulrich Konrad mit der Serie ähnlich hart ins Gericht. Die Handlung bestehe aus Phantasmen, die mit „den Mozarts nichts, aber auch gar nichts zu tun haben“. Auch Mozarts Musik selbst spiele fast keine Rolle, stattdessen setze der Film auf „bunt gemixte Versatzstücke eines Allerwelts-Electro-Pops, dessen Ton- und Klangratatouille mit bestürzender Beliebigkeit daherkommt“. Der Zuschauer bleibe nach der Sendung ratlos vorm Fernseher sitzen, schreibt Konrad, und fragt sich, wer „solche Aufträge an Produktionsunternehmen absegnet“.[16]
Elmar Krekeler schrieb in Die Welt, der Mehrteiler wirke historisch wie erzählerisch befremdlich und überfordere den Stoff durch eine freie Interpretation, die eher Fremdscham als Erkenntnisgewinn erzeuge. Besonders für musikaffine Zuschauer biete die Serie mit seinen „skurrile[n] Schauspielmomenten“ nur wenig Anlass zur Begeisterung.[17]
Im Stern verriss auch David Baum die Serie und urteilte, dass selten „ein aufwendiges Historiendrama derart versemmelt“ sei. Er kritisiert vor allem die „bestürzend schlichten Dialogen im Stile einer Vorabend-Telenovela“, die „hanebüchene Fantasiehandlung“ und bezeichnete die Schauspielleistung des „ungelernten Hauptdarstellers“ Güvercin als dilettantisch.[18]
In einer positiven Besprechung vergab Thomas Gehringer auf tittelbach.tv fünf von sechs Sternen und nannte die Serie eine „mitreißende Mainstream-Fantasie“. Die „Event-Serie“ sei „dank opulenter Ausstattung tatsächlich ein Ereignis“ und biete „eine spannende musikalische Reise“. Die Darstellerinnen Havana Joy und Verena Altenberger setzten besondere Akzente, während Eren M. Güvercin „etwas verloren“ wirke. Die Serie sei „fantasievoll“ inszeniert, allerdings ermüde der „biedere Liebesreigen und auch das Hin und Her im musikalischen Wettstreit“ auf Dauer und könne nicht über sechs Folgen tragen.[19]
Damian Sprenger schrieb auf blickpunktfilm.de, dass viele Entscheidungen wie Kompromisse wirkten: „Auf dem Spektrum zwischen dem Pomp eines Historiendramas und dem erfrischenden Neudenken verkrusteter Strukturen“ könne sich Mozart/Mozart nicht eindeutig positionieren.[20]
Matthias Halbig befand auf rnd.de, dass das Drama eher leichte Unterhaltung sei, eines „von der Ende-gut-alles-gut-Sorte“. Auch wenn der Schnitt zuweilen irritiere. Das musikalische Konzept ähnele den Filmen von Baz Luhrmann, der Serie Bridgerton oder The Buccaneers, hier funktioniere dieses Vorgehen „so lala“.[21]
Jan Freitag verglich auf dwdl.de die Mozart/Mozart wohlwollend mit der britischen Fernsehserie Amadeus. Die deutsche Serie sei origineller, „auch wenn sie Historikern die Augenbrauen hochtreiben dürfte“ und die Musik der Serie Anlass zur Fremdscham biete. Die Serie sei fantasievoll, „relevant amüsant“ und blase „frischen Wind durchs abgenudelte Boom-Genre Biopic“.[22]
Auf Filmstarts erklärt Christoph Petersen, er finde den „experimentellen Ansatz“ von Mozart/Mozart „100 Mal spannender als eine 08/15-Biografie“. Gut sei die Serie deswegen leider nicht: „Mutiger Ansatz hin oder her“, die Macher hätten die Serie „mit Anlauf gegen die Wand gefahren.“[23]
Tilmann P. Gangloff lobte in der Stuttgarter Zeitung unter anderem die Bildgestaltung und Kameraführung. Ihre inhaltliche Komplexität verdanke die mit cleveren Cliffhangern endenden Episoden vor allem den differenziert geschilderten Hauptfiguren. Über allem schwebe die vortreffliche Musik Rebecca de Rooijs. In ihrem preiswürdigen Soundtrack sind die Melodien Mozarts raffiniert in die eigene Komposition integriert und das Ganze wirke stellenweise wie eine Pop-Oper.[24]
Gian-Philip Andreas bewertete die Serie auf fernsehserien.de mit 2,5 von 5 Sternen. Die Musik zu dieser Pop-Oper könne im Vergleich zu Mozarts Werken zwangsläufig nur den Kürzeren ziehen. Die Serie zeige Habsburg-Hipster mit TikTok-Sprechduktus im zeitgenössisch modernisierten Kostüm der Epoche. Die üppig-stylishe Optik sei gleichermaßen von Sofia Coppolas Marie Antoinette, dem Video zu Rock Me Amadeus von Falco und Bridgerton informiert.[25]
Auf Watson macht sich Rezensentin Simone Meier eher über die Serie „mit dem ultimativ bekloppten Titel“ lustig, als sie zu besprechen. Sie vermutet, dass die Macher die Serie „komplett unter LSD“ geschrieben haben: „Brainrot! Hirnverrottung! Aber hochkulturell, wie geil ist das denn! Drogen nehmen und losschreiben!“[26]
Quote
Die Erstausstrahlung der ersten drei Folgen im Ersten am 16. Dezember 2025 wurde von 2,41, 2,09 und 1,94 Millionen Fernsehzuschauern verfolgt, die Marktanteile lagen bei 10,1, 9,1 und 9,5 Prozent.[27]
Weblinks
- Episodenliste bei Fernsehserien.de
- Mozart/Mozart bei crew united
- Mozart/Mozart bei IMDb
- Mozart/Mozart in The Movie Database
- Mozart/Mozart in der ARD Mediathek
- Mozart/Mozart auf ORF ON
Einzelnachweise
- ↑ a b c „Mozart/Mozart“(AT)-Dreh im Baltikum: Neues TV-Serien-Event u. a. mit Verena Altenberger, Philipp Hochmair und Eidin Jalali. In: ORF.at. 26. März 2025, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ a b Glenn Riedmeier: "Mozart/Mozart": Aufwendiges ARD-Historiendrama über Mozarts Schwester kommt vor Weihnachten. In: wunschliste.de. 9. Oktober 2025, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ a b c Mozart/Mozart bei crew united, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Focus.de: Katastrophale Quote - Zuschauer empört über neue Mozart-Serie in der ARD
- ↑ Deutschlandfunk Kultur: Was das Feuilleton gegen die neue ARD-Serie hat
- ↑ t-online: Neue Serie wird zum Quotendesaster für ARD
- ↑ Christian Ude: Dreharbeiten für ORF & ARD: Mozarts Schwester als Lady Gaga ihrer Zeit. In: Kleine Zeitung. 17. April 2025, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Damian Sprenger: Drehstart für moderne Serie über die Familie Mozart. In: blickpunktfilm.de. 6. März 2025, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Neue Sky-Serie„White Lotus“-Star wird zu Mozart. In: Kleine Zeitung. 22. August 2025, abgerufen am 26. November 2025.
- ↑ Serien: Nach dem Sisi-Boom jetzt der Mozart-Trend. In: tagesspiegel.de/dpa. 1. Dezember 2025, abgerufen am 2. Dezember 2025.
- ↑ Mozart/Mozart. In: fernsehserien.de. Abgerufen am 26. November 2025.
- ↑ ORF-Premiere für sechsteilige Event-Serie „Mozart/Mozart“ mit Verena Altenberger, Philipp Hochmair und Eidin Jalali. In: ots.at. 9. Dezember 2025, abgerufen am 9. Dezember 2025.
- ↑ t-online: Neue Serie wird zum Quotendesaster für ARD
- ↑ Filmstarts.de: Nach miesen Kritiken und Quoten schießt jetzt auch noch ein deutscher Meisterregisseur gegen die ARD
- ↑ Johanna Adorján: „Mozart“-Serie in der ARD: Die schlechteste Serie der Welt. 11. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Ulrich Konrad: Welcher Programmdirektor hat das abgesegnet? 21. Dezember 2025, abgerufen am 21. Dezember 2025.
- ↑ ARD-Serie „Mozart/Mozart“: Ein Mozart zum Fremdschämen - WELT. Abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Wie man Mozart völlig vergeigt. 12. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Thomas Gehringer: Mozart, Mozart. In: tittelbach.tv. Abgerufen am 1. Dezember 2025.
- ↑ Damian Sprenger: REVIEW TV: „Mozart/Mozart“. In: blickpunktfilm.de. 10. Dezember 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Matthias Halbig: Nannerl und die großen Männer – Die Serie „Mozart/Mozart“ unterzieht die Musikgeschichte einer Revision. In: rnd.de. 10. Dezember 2025, abgerufen am 11. Dezember 2025.
- ↑ Jan Freitag: Zwei Mozart-Serien voraus: "Mozart/Mozart": Ein Feuerwerk der Absurditäten. In: dwdl.de. 12. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Filmstarts.de: Nach miesen Kritiken und Quoten schießt jetzt auch noch ein deutscher Meisterregisseur gegen die ARD
- ↑ Tilmann P. Gangloff: TV-Tipp: „Mozart/Mozart“: Rock me, Amadeus! In: stuttgarter-zeitung.de. 12. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Gian-Philip Andreas: „Mozart/Mozart“: Come and rock me, Maria Anna – Review. In: fernsehserien.de. 12. Dezember 2025, abgerufen am 13. Dezember 2025.
- ↑ Watson.ch: Weihnachtszeit-TV des Wahnsinns
- ↑ Fabian Riedner: Primetime-Check: Dienstag, 16. Dezember 2025. In: quotenmeter.de. 17. Dezember 2025, abgerufen am 18. Dezember 2025.