Max-Beckmann-Schule (Frankfurt am Main)

Max-Beckmann-Schule
Schulform Oberstufengymnasium
Schulnummer 5213
Gründung 1973
Adresse Sophienstraße 70
Ort Frankfurt am Main
Land Hessen
Staat Deutschland
Koordinaten 50° 7′ 31″ N, 8° 38′ 53″ O
Träger Stadt Frankfurt am Main
Schüler etwa 590 (Stand: Schuljahr 2055/2026)
Lehrkräfte etwa 60
Leitung Ralf Rappl
Website www.max-beckmann-schule.de

Die Max-Beckmann-Schule (kurz: MBS) ist ein Oberstufengymnasium im Frankfurter Stadtteil Bockenheim und umfasst die Jahrgänge 11 bis 13. Im Schuljahr 2013/2014 wurde sie von 581 Schülern besucht.[1] Namensgeber ist der Maler Max Beckmann.

Geschichte

Eingang an der Georg-Speyer-Straße.

Die Schule wurde 1973 als Gymnasiale Oberstufenschule Bockenheim-Süd (GOS) gegründet und nahm ihre Arbeit zu Beginn des Schuljahres 1973/74 auf. Sie wurde gegründet, weil die damaligen Frankfurter Gymnasien sich nicht in der Lage sahen, die zahlreichen für den Besuch des Gymnasiums geeigneten Real- bzw. Gesamtschüler aufzunehmen und zur allgemeinen Hochschulreife (Abitur) zu führen. Diese Aufgabe erfüllt die Schule bis heute.

Im Jahre 1985 wurde die GOS in Max-Beckmann-Schule umbenannt. Am 10. November 1988 zog sie aus ihrer provisorischen Unterkunft, einem Gebäude der Georg-Büchner-Schule in der Pfingstbrunnenstraße in Bockenheim-Süd, in das renovierte und denkmalgeschützte Gebäude in der Sophienstraße in Bockenheim-Nord, das 1913 nach Plänen von Stadtbaumeister Adolf Moritz und Stadtbauinspektor Paul Kanold errichtet wurde und von 1913 bis 1966 die Liebigschule beherbergte.

Seit 1997 bildet die Max-Beckmann-Schule einen Schulverbund mit der benachbarten Georg-Büchner-Schule, einer Gemeinschaftsschule mit Grundstufe (Klassen 1 bis 10).

Fächerangebot

Leistungskurse

  • Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Kunst
  • Geschichte, Politik und Wirtschaft (PoWi)
  • Mathematik, Biologie, Physik, Chemie
  • Informatik

Grundkurse

  • Deutsch, Englisch, Französisch (auch Wirtschaftsfranzösisch), Spanisch für Fortgeschrittene ab Klasse 7 und für Anfänger ab Klasse 11, Latein für Fortgeschrittene ab Klasse 7 zum Erwerb des Latinums
  • Kunst, Musik, Darstellendes Spiel (DS)
  • Geschichte, Politik und Wirtschaft (PoWi), Philosophie
  • katholische, evangelische und jüdische Religionslehre, Ethik
  • Mathematik, Biologie, Physik, Chemie, Informatik
  • Sport

Auszeichnungen

Im Rahmen des Deutschen Lehrerpreises 2013 wurde das Projekt „Mit dem Rad Geschichte erfahren“ mit dem 3. Preis der Kategorie „Lehrer: Unterricht innovativ“ ausgezeichnet. Mit den Schülern einer 12. Klasse hatte Geschichtslehrer Klaus-Jürgen Wetz die ehemalige innerdeutsche Grenze zwischen Hessen und Thüringen gemeinsam auf dem Fahrrad erkundet.[2]

Seit 16. Februar 2019 ist die MBS Mitglied im bundesweiten Netzwerk "Schule gegen Rassismus – Schule mit Courage".

Bekannte Schüler

  • Petra Aldenrath (* 1963, Abitur 1984), ARD-Hörfunkkorrespondentin in Peking (zuständig für China und die Mongolei)
  • Tarek Al-Wazir (* 1971, Abitur 1991), stv. Ministerpräsident und Wirtschaftsminister des Landes Hessen (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Aslı Bayram (* 1981, Abitur 2002), Miss Deutschland 2005, Schauspielerin
  • Petra Bracht (* 1956, Abitur 1976), Ärztin, Buchautorin, TV- und Radio-Kommentatorin
  • Taylan Burcu (* 1985, Abitur 2005), Mitglied des Hessischen Landtags (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Karim Chérif (* 1977, Abitur 1997), Schauspieler
  • Kurt Heinrich Debus (* 1908; Abitur 1928, an der damaligen Liebig-Oberschule; † 1983), Raketenpionier, Direktor des Kennedy Space Centers (kein Schüler der Max-Beckmann-Schule, wurde aber in diesem Gebäude unterrichtet)
  • Martina Feldmayer (* 1964, Abitur 1984), Mitglied des Hessischen Landtags (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Jule Irsch[3] (Abitur 1996), Expertin für Inklusion[4], Sozialaktivistin
  • Slobodan Komljenović (* 1971, Abitur 1990), Fußballspieler in der jugoslawischen Nationalmannschaft und der 1. Bundesliga
  • Henni Nachtsheim (* 1957, Abitur 1978), Mitglied des Kabarettduos Badesalz
  • Hanna-Lena Neuser (* 1980, Abitur 2000), Direktorin Evangelische Akademie Frankfurt
  • Deniz Ohde (* 1988, Abitur 2011), Schriftstellerin
  • Hendrik Trescher (* 1984, Abitur 2003), Erziehungswissenschaftler, Soziologe, Inklusionsforscher
  • Julia Roshan Moniri (* 1990, Abitur 2009), 2011–2017 Stadtverordnete in Schwalbach am Taunus, seit 2021 Stadtverordnete in Frankfurt (Bündnis 90/Die Grünen)[5]
  • Cyril Tuschi (bürgerlich: Ilja Cyril Kade, * 1969, Abitur 1989), Film-Regisseur
  • Maryam Zaree (* 1983, Abitur 2002), Schauspielerin, Filmemacherin
Commons: Max-Beckmann-Schule – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Produkthaushalt für die Zeit vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2016. (PDF) Abgerufen am 29. September 2014.
  2. ↑ Lehrerpreis geht an Frankfurter Schule. 25. November 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 1. Dezember 2013; abgerufen am 1. Dezember 2013.
  3. ↑ Home - Oi-Gesellschaft HRS. Abgerufen am 20. Juli 2023.
  4. ↑ Irsch | Frankfurt macht Schule. Abgerufen am 23. Juli 2023.
  5. ↑ Julia Roshan Moniri.