Göttliche Komödie

LALTA/COMED/YADEL/SOMMO/POETA/DANTE (Die erhabene Komödie des höchsten Dichters Dante), Titel des Codex Altonensis; illuminierte Handschrift, Norditalien, zweite Hälfte 14. Jahrhundert, Bibliothek des Christianeums, Hamburg

Die Göttliche Komödie, italienisch ursprünglich Comedia oder Commedia (deutsch „Komödie“), in späterer Zeit auch Divina Commedia genannt, ist das Hauptwerk des italienischen Dichters Dante Alighieri (1265–1321). Sie entstand während der Jahre seines Exils und wurde wahrscheinlich um 1307 begonnen und erst 1321, kurz vor seinem Tod, vollendet. Die in Hölle, Fegefeuer und Paradies aufgeteilte Divina Commedia gilt als bedeutendste Dichtung der italienischen Literatur und als Grundlage für die moderne italienische Sprache. Zudem wird sie als eines der größten Werke der Weltliteratur angesehen.

Politisch hing die Entstehung und Nachwirkung des Werkes mit dem lang andauernden Konflikt zwischen Ghibellinen und Guelfen (Kaiser- und Papstanhänger) zusammen, der das mittelalterliche Italien beherrschte. Darauf wird in diesem Artikel nicht eingegangen, da Dantes Dichtung sich im Gegensatz zu diesem Konflikt als zeitlos erwiesen hat. Dante selbst gehörte zu den kaiserfreundlichen, als „fast ghibellinisch“ beschriebenen, Weißen Guelfen seiner Heimatstadt Florenz.[1]

Einleitung

Dante und Vergil treffen die Sodomiten in der Hölle (Manuskript-Illustration, etwa 1345)

Die drei Jenseitsreiche

Anknüpfend an das Genre mittelalterlicher Visionen vom Jenseits schildert die Divina Commedia in der Ich-Form eine Reise durch die drei Reiche der jenseitigen Welt.[2] Sie führt zunächst durch die Hölle (Inferno), die als ein gewaltiger unterirdischer Trichter bis zum Mittelpunkt der kugelförmig vorgestellten, nur auf der nördlichen Halbkugel bewohnten Erde reicht und in neun Höllenkreise unterteilt ist. Dies sind die Strafbezirke derer, die für ihre Sünden zur ewigen Verdammnis verurteilt sind. Als Nächstes geht es durch den Läuterungsbereich (Purgatorio, im Deutschen ‚Fegefeuer‘), vorgestellt als auf der südlichen Halbkugel aus dem Ozean aufragender Berg, auf dem die Seelen derer, die für ihre Sünden noch Vergebung erlangen konnten, auf einem spiralförmigen Weg durch sieben Bußbezirke zum irdischen Paradies, dem Garten Eden auf dem Gipfel des Berges, pilgern. Aus dem Irdischen steigt der Reisende schließlich auf in das himmlische Paradies (Paradiso) mit seinen neun Himmelssphären, über denen im Empyreum die Seelen der Geretteten im Angesicht Gottes die Freuden der ewigen Seligkeit genießen.

Die Jenseitsführer

Geführt wird der Reisende von verschiedenen Jenseitsführern, durch Inferno und Purgatorio zunächst vom römischen Dichter Vergil, zu dem sich ab dem fünften Bußbezirk des Läuterungsberges, dem Bußbereich der Geizigen, der Dichter Statius gesellt. Statius soll nach einer von Dante aufgenommenen Legende zum Christentum bekehrt worden sein.

Vergil selbst ist als Heide der vorchristlichen Zeit in Ermangelung des Sakraments der Taufe von der Erlösung ausgeschlossen. Aber aufgrund seines tugendhaften Lebens und seiner Rolle als Dichter des Weltkaisertums und ahnungsvoller Prophet der Ankunft Christi (in seiner vierten Ekloge) bleiben ihm die Höllenstrafen erspart, und er darf die Zeit bis zum Jüngsten Gericht in dem der eigentlichen Hölle vorgelagerten Limbus verbringen, gemeinsam mit anderen Gerechten des Heidentums und des Islams. Nur in seiner Eigenschaft als Führer im göttlichen Auftrag darf er den Limbus zeitweise verlassen und den Jenseitsbesucher durch Hölle und Läuterungsbereich begleiten. Als Repräsentant der natürlichen Vernunft, die zumindest zu Lebzeiten Vergils noch nicht durch die biblische Offenbarung erleuchtet war, erläutert er Dante die Einteilungsprinzipien der Straf- und Bußbezirke in Inferno und Purgatorio. So ist er für Dante ein philosophisch-ethischer Lehrer, der seinen Schützling unterweist und bei mancher Gelegenheit auch ermahnt. Außerdem ist Vergil für Dante auch ein literarisches Vorbild, nämlich als Dichter der Unterweltreise des Aeneas im sechsten Buch der Aeneis.

Seine Rolle endet an der Schwelle des irdischen Paradieses, wo Dante von Matelda, einer historisch nicht ganz sicher zu deutenden Frauengestalt (es wurde Königin Mathilde vorgeschlagen[3]), in Empfang genommen und weitergeleitet wird zu Beatrice, seiner verstorbenen Jugendliebe, die schon im Zentrum seiner Vita nova stand. Es folgt eine feierliche Wiederbegegnung mit der in einer Wolke von Blumen herabschwebenden Beatrice. Diese hält Dante dann eine Bußpredigt über seine vergangenen Verfehlungen. Danach wird Dante im Auftrag Beatrices von Matelda einem reinigenden Bad im Paradiesfluss Lethe unterzogen, das die Erinnerung an seine bösen Taten austilgt. Nach einer visionären Schau allegorisch-zeichenhafter Begebenheiten um den Wagen der Kirche am Fuße des Baumes der Erkenntnis erhält Dante dann ein zweites rituelles Bad, dieses Mal im Fluss Eunoë, dessen Wasser die Erinnerung an die guten Taten erneuert. Matelda, deren Name nur von Beatrice beiläufig ausgesprochen wird, bleibt eine an das irdische Paradies gebundene Gestalt ohne sehr persönliche oder durch ein bekanntes früheres Verhältnis zu Dante zu beleuchtende Physiognomie. Sie fungiert jedoch als Wächterin des Paradieses und ausführende Dienerin Beatrices in einer herausgehobenen Position und erhält durch ihren Namen, ihre Rolle und literarische Merkmale ihrer Präsentation rätselhafte Züge, die man auf die biblische Eva, auf mythologische Personen wie Proserpina und auf Personen der jüngeren Geschichte, insbesondere die Markgräfin Mathilde von Canossa, beziehen kann.

Versunken in den Anblick seiner geliebten Beatrice wird Dante mit dieser zum Flug durch die Himmelssphären entrückt. Dort legt sie ihm als Führerin und Lehrerin die Ordnung des Universums dar und löst mit ihm astronomische Rätsel und theologische Probleme. Sie führt ihn den Lichtseelen der Heiligen zu. Wie schon in der Beziehung zu Vergil ist das Verhältnis Dantes zu Beatrice geprägt von Zärtlichkeit und Verehrung, zusätzlich aber auch durch das ihn immer wieder überwältigende Entzücken und die Freude über die Schönheit der göttlichen Ordnung, die sich im Anblick Beatrices und insbesondere in ihren Augen widerspiegelt. Beatrice trägt Züge der Donna filosofia (Dame Philosophie) aus Dantes Convivio. Hinausgehend über diese und über die ethisch-philosophische Rolle Vergils, ist sie zugleich Repräsentantin der Theologie und wird außerdem aufgrund biblischer Vergleiche deutbar als eine Figur der Ecclesia, der Kirche Christi. Man kann sie sogar als Figur Christi selbst deuten, oder zumindest als Figur mit Attributen, die für Christus typisch sind. Ein Beispiel für ein solches Attribut ist etwa die Wolke, in der sie zu ihrem Bußgericht über Dante im irdischen Paradies herabschwebt, da dies an Christus bei der Wiederkunft zum Weltgericht erinnert.

Beatrices Rolle endet in dem die Himmelssphären überwölbenden Empyreum, wo sie sich unter die wie Blätter einer Rose angeordneten Heiligen einreiht und auf dem dritten Rang dieser Heiligen, gemeinsam mit der biblischen Rachel und unterhalb der Urmutter Eva, zu den Füßen der Gottesmutter Maria ihren Platz einnimmt und von Dante in einer letzten gebetsartigen Ansprache verabschiedet wird. An ihre Stelle tritt für die Schlussepisode des Werks ein ehrwürdiger Greis, der Heilige Bernhard von Clairvaux, als Verfasser der Schrift De consideratione möglicherweise eine Quelle für Dantes Theologie der Kontemplation und Vision, hier aber vor allem in seiner Bedeutung für die mittelalterliche Verehrung Mariens gewürdigt, zu der er im Namen Dantes ein Gebet spricht, nachdem er ihm die Himmelsrose der Heiligen vorgestellt hat. Das Paradiso schließt mit einem Blick Dantes in die Augen Mariens, die ihrerseits wie alle Heiligen auf Gott schaut, und zuletzt, aufgefordert von Bernhard, mit dem Emporheben der eigenen Augen zu einer unmittelbaren Vision der Trinität.

Die Personen der Commedia

In den verschiedenen Bezirken der jenseitigen Welt begegnet der Jenseitsbesucher einer Vielzahl von geschichtlichen oder als geschichtlich vorgestellten mythologischen Personen, an denen die jeweilige Art ihrer Strafe, Buße oder Seligkeit nach dem Prinzip der Wiedervergeltung (contrappasso) widerspiegelt, was sie in ihrem früheren Erdenleben wollten, glaubten und taten. Personen der antiken, der biblischen und vor allem der mittelalterlichen Geschichte werden hierbei als Individuen mit ihren persönlichen Leidenschaften, Erinnerungen und Verfehlungen oder Verdiensten präsentiert. Sie zeigen aber zugleich das ethisch und theologisch abstrakte Gedankensystem, das der Rangfolge der Jenseitsbezirke zugrunde liegt.

Die Präsentation dieser Personen wird erzählerisch kunstvoll und abwechslungsreich variiert und erfolgt teils in nur kurzen Erwähnungen und katalogartigen Aufzählungen oder auch in ausführlichen Begegnungsszenen, in denen die Seelen der Verstorbenen Zwiesprache mit dem Jenseitsbesucher und seinem Führer halten und ihm ihre Erinnerungen an das vergangene Erdenleben, Nachrichten an noch lebende Personen oder auch Prophezeiungen über Zukünftiges mit auf den Weg geben.

Form und Titel des Werks

Die Commedia, im Aufbau ohne klassisches oder biblisches Vorbild,[4][5] aber mit Parallelen in Avicennas Ḥayy ibn Yaqẓān und deutlicher in der auch mit Bibelzitaten versehenen Bearbeitung des Stoffes durch Abraham ibn Esra (Führung des Ich-Erzählers durch eine Zone des Feuers, allegorische Szene mit Pantherin (bei Dante lonza), Löwin und Wölfin),[6] ist eine episch-narrative Verserzählung in gereimten Elfsilblern. Es sind insgesamt 14.233 Verse, die nach dem hier zum ersten Mal belegten, möglicherweise von Dante selbst erfundenen Prinzip der terza rima gereimt sind und in drei Bücher oder Cantiche von insgesamt hundert (34, 33 und 33) Gesängen (canti) eingeteilt sind.

Der Titel Commedia verweist zwar auf die dramatische Gattung der Komödie, ist jedoch nicht oder nicht streng im Sinne der klassisch-antiken Gattungspoetik zu verstehen. Er begründet sich, wie der sogenannte Widmungsbrief an Cangrande erklärt,[7] durch Thema, Sprache und Stil des Werkes: Thematisch soll er ein Werk charakterisieren, das in seiner Behandlung eines Stoffes mit widrigen Dingen, hier den abstoßenden Schrecken der Hölle, beginnt und zu einem glücklichen Ende, hier den Freuden des Paradieses, hinführt. In Hinsicht auf die Sprache soll er der Tatsache Rechnung tragen, dass das Werk nicht auf Latein, sondern in der italienischen Volkssprache verfasst ist, „in der sich auch die Weiber unterhalten“ („in qua et muliercule comunicant“). Und in Hinsicht auf den Stil soll er dadurch begründet sein, dass das Werk nicht oder nicht durchgehend in einem erhabenen Stil verfasst ist, sondern in einem „lockeren und niederen“ Stil („remissus est modus et humilis“) – während der Text der Commedia tatsächlich alle Stilregister, vom derb Obszönen über das gemessen Lehrhafte, hin zum hymnisch Ekstatischen, vereint.

Dante hat die Commedia im Paradiso zwar auch als sacrato poema (‚heiliges Gedicht‘) bezeichnet, das Titelbeiwort Divina (‚Göttliche‘) stammt jedoch nicht von ihm selbst, sondern wurde erst später von Boccaccio geprägt, als Ausdruck der Verehrung für die übermenschliche Inspiration und dichterische Qualität dieses Werkes. Seit dem 16. Jahrhundert hat sich dieses Beiwort in den gedruckten Ausgaben als fester Bestandteil des Titels etabliert, während kritische Ausgaben in jüngerer Zeit den Zusatz als spätere Hinzufügung wieder vermeiden.

Zahlensymbolik

Die Dreiteilung des Werks und der Jenseitsreiche ebenso wie das Formschema der aus drei Versen bestehenden Terzine wird herkömmlich auf die Drei als Zahl der Trinität bezogen, während man in der Zahl der 34, 33 und 33 Gesänge, von denen der erste oft als prologartige Episode in einer Sonderstellung gesehen wird, einerseits ebenfalls einen Bezug zur Dreizahl (3 × 33 Gesänge und ein Prolog), aber auch einen Bezug zu den Lebensjahren Jesu erkannt hat, da Jesus nach einer der im Mittelalter gängigen Deutung mit 33 Jahren, vor der Vollendung des 34. Lebensjahres, den Kreuzestod starb.[8][9]

Auch in der Untergliederung der Jenseitsbezirke, die im Text als neun Kreise des Inferno (zum Teil mit weiteren Unterbezirken), sieben Bußbezirke des Purgatorio (zusammen mit dem Antipurgatorio und dem Garten Eden auch hier neun Bereiche) und (ohne Einbeziehung des Empyreums) neun Himmel des Paradiso erscheinen, hat man zahlhafte Ordnungsprinzipien erkannt, deren Deutung besonders im Purgatorio und im Paradiso dadurch gestützt wird, dass im Purgatorio den Bußbezirken traditionelle Schemata wie der Katalog der sieben Hauptsünden und der Seligpreisungen der biblischen Bergpredigt zugeordnet sind, während im Paradiso die neun Himmelssphären den dreimal drei Chören der Engel zugeordnet sind.

Zahlhafte Korrespondenzen zwischen den drei Teilen des Werkes hat man vielfach durch die vergleichende Gegenüberstellung dieser Jenseitsbezirke und auch ihrer vor- und nachgelagerten Schauplätze, aber auch unter Einbeziehung der formalen Zählung der Gesänge zu deuten versucht. So besteht in der Forschung Einigkeit darüber, dass der jeweils sechste Gesang jeder Cantica in absichtsvoller Weise einem Thema der politischen Geschichte gewidmet ist und sich hierbei in der Abfolge der Themen (Geschichte von Florenz, Italiens und des Kaiserreiches) auch das in der Commedia vielfach herrschende Prinzip gradueller Steigerung bewahrheitet.

Auch innerhalb einzelner Gesänge oder Episoden werden zuweilen zahlhafte Ordnungsprinzipien erkennbar, indem eine scheinbar zufällige Folge von Anaphern, Personen oder Handlungen auf ein traditionelles, für das aktuell behandelte Thema aufschlussreiches Zahlenverständnis verweist. Über solche und über weitergehende Deutungen, die besonders im Verszahlenbau der Commedia auch komplexere Zahlenverhältnisse auf zahlensymbolische Intentionen oder mathematische Berechnungen Dantes zurückführen wollen, besteht jedoch in der Forschung noch wenig Einigkeit und Sicherheit.[10]

Entstehungsbedingungen

Zur Entstehungszeit der Commedia befand sich Dante seit 1302 als von seiner Vaterstadt Florenz Verbannter im Exil und hielt sich an verschiedenen Orten in Oberitalien, besonders in Verona, Padua und Ravenna auf. Er war angewiesen auf die Unterstützung fürstlicher Gönner, aber es ist wenig oder nichts darüber bekannt, unter welchen Bedingungen er lebte und nicht nur seine Werke verfasste, sondern auch die dafür erforderlichen Studien betrieb.

An den politischen Vorgängen seiner Zeit nahm Dante leidenschaftlichen Anteil, aber nicht mehr als aktiver Politiker, sondern vor allem durch seine Briefe, Schriften und Dichtungen, mit denen er Einfluss auf das Geschehen zu nehmen versuchte. Dieses Engagement zeichnet sich auch in der Commedia ab, aber nicht als ein nur tagespolitisches, sondern, wie in allen Werken Dantes, als ein sehr umfassendes Bemühen um eine Verfassung der menschlichen Gesellschaft, die sich an den für Dante kongruenten Prinzipien des biblischen Heilsplanes und der philosophischen Vernunft orientiert.

Inhalt der drei Teile

Der Beginn der Jenseitsreise

Der Dichter erzählt in der Ichform seine Reise durch die drei Reiche der Toten. Die Reise soll ihren Anfang am Karfreitag des Jahres 1300 genommen haben. Der Protagonist Dante verirrte sich im ersten Gesang in einem tiefen Wald, weil er den rechten Weg verloren hatte. Nun strebte der 35-Jährige dem Berg der Tugend entgegen, als er in einer Vision tierischer Gestalten von einem Panther oder einem Luchs (meist als Sinnbild der Wollust gedeutet), einem Löwen (dem Sinnbild des Hochmutes) und einer Wölfin (dem Sinnbild der Habgier) in ein finsteres Tal abgedrängt wird. Dort begegnet er dem von ihm verehrten römischen Dichter Vergil, den er auch sogleich um Hilfe bittet. Vergil entgegnet ihm vor der Wölfin, die wütend auf Dante schaut: „Du musst auf einem andern Wege gehen […] wenn du aus dieser Wildnis willst entfliehen.“[11] Dante wird daraufhin von Vergil auf eine Reise durch die Hölle und auf den Läuterungsberg begleitet. Mit der Jenseitswanderung des Aeneas hat Vergil in der Aeneis das literarische Vorbild geliefert, auf das in der Commedia immer wieder Bezug genommen wird. Da Vergil aus vorchristlicher Zeit stammt und er nicht getauft ist, ist ihm trotz seiner Rechtschaffenheit der Eintritt ins Paradies verwehrt. Dort auf dem Paradiesberg wird Dante daher von seiner früh verstorbenen und tugendhaft idealisierten Jugendliebe Beatrice geführt. Diese wird später vom hl. Bernhard von Clairvaux abgelöst.

1. Inferno / Die Hölle

Querschnitt durch Dantes Inferno von Michelangelo Caetani (1855)

Das Inferno, der erste der drei cantiche, beginnt mit einem einleitenden Gesang als Prolog zur gesamten Commedia, in der der Dichter Dante Alighieri in der Ich-Form von seiner Begegnung mit Vergil erzählt. Im zweiten Gesang äußert Dante gegenüber Vergil seine Zweifel und Ängste hinsichtlich der bevorstehenden Höllenfahrt, worauf ihm Vergil erläutert, dass ihn Beatrice, unterstützt von Maria und Luzia, im 1. Kreis der Hölle aufgesucht und von ihr Auftrag erhalten hätte, Dante zu retten. Die eigentliche Reise durch das Inferno beginnt mit dem 3. Gesang und der berühmten Inschrift auf dem Höllentor. Dantes Inferno umfasst neun konzentrische Kreise,[12] welche, immer enger werdend, eine Art umgekehrten Kegelstumpf bilden. Der Bereich hinter dem Höllentor bildet den Aufenthaltsort für die Lauen und Unentschlossenen. Im ersten Kreis, dem Limbus oder der Vorhölle, sind die ungetauften Kinder und die tugendhaften Heiden aus der vorchristlichen Antike versammelt. In der oberen Hölle (2. bis 5. Kreis) werden die Sünder aus Unmäßigkeit (incontinenza), d. h. die nicht vorsätzlich Bösen, bestraft: Wollüstige, Schlemmer, Geizige, Habgierige, Zornwütige und Verdrossene. Die Ringmauer der Höllenstadt Dis bildet die Trennung zur unteren Hölle, wo die gewollt Bösen bestraft werden: Gewalttätige, Betrüger und Verräter. Im 7. Kreis befinden sich die Gewalttäter gegen andere, gegen sich selbst und gegen Gott. Im 8. Kreis werden die einzelnen Bereiche in verschiedene Gräben (Malebolge) und im 9. Kreis in verschiedene Zonen unterteilt. Am Grund der Hölle befindet sich der Kokytos, ein riesiger, gefrorener See. Im Eis dieses Sees ist der gigantische, dreigesichtige Luzifer gefangen, der vergeblich mit seinen sechs massiven, fledermausartigen Flügeln schlägt, um seiner Gefangenschaft zu entkommen. Luzifers Gesicht ist mit Tränen befleckt, und von seinem Kinn tropft das Blut der drei schlimmsten Verräter der Geschichte, deren Seelen er endlos und ohne Mitleid in seinen monströsen Mündern zerkaut: Brutus und Cassius, die 44 v. Chr. Julius Cäsar ermordeten, und Judas Iskariot, der Jesus Christus selbst verriet.[13] Im 11. Gesang des Inferno erläutert Vergil während der Akklimatisierung an die untere Hölle die Topologie des Inferno.[14] Die Sünden nehmen von oben nach unten an Schwere zu. Ihre Kategorien entnahm Dante aus der Antike, unter anderem aus AristotelesNikomachischer Ethik und änderte sie für seine Zwecke ab.[15][16] Die Strafen der Verdammten folgen dem Gesetz des contrappasso, eine der Lex Talionis verwandten Art der Vergeltung.[17] Den Höllenkreisen sind Wächter zugeteilt, die zum Teil aus der antiken Mythologie stammen (Kentauren, Giganten) oder zu Monstern (Minos, Pluto umgeformt sind. Teufel treten prominent im 21. und 22. Gesang auf, wo die Bestechlichen im klebrigen Pech schmoren. Die Atmosphäre in der Hölle ist die einer finsteren und rauen Unterwelt mit Abbrüchen und Abgründen, die der vorherrschenden Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung Ausdruck verleiht.

2. Purgatorio / Der Läuterungsberg

Dante schaut auf den Läuterungsberg. Gemälde von Agnolo Bronzino (1530)

Der Läuterungsberg bzw. das Fegefeuer ist als ein hinter einem Tor beginnender Rundweg um einen Berg angelegt, der sich allmählich dem Licht entgegen schraubt. Auf sieben Terrassen büßen die Seelen. Zusammen mit dem von Cato bewachten Meeressaum und dem sich anschließenden Bereich für die Säumigen sind es also auch hier neun Stufen.

Gegenüber der Trostlosigkeit der Hölle dominieren nun Buße und Hoffnung der Sünder. Noch immer regiert die ironische Umkehrung die Strafen, die aber endlich sind (wenn sie auch 500 Jahre und länger dauern): Im Fegefeuer bzw. auf dem Läuterungsberg können die Hochmütigen unter der Last von Steinen den Blick nicht mehr vom Boden lösen, den Neidischen wurden die Augen mit Draht zugenäht, die Trägen müssen um den Berg hetzen, die Habsüchtigen liegen mit dem Gesicht im Staub des Weges …

Vor der Pforte des Läuterungsberges zeichnet der wachende Engel mit seinem Schwert sieben P (ital. peccato „Sünde“) auf Dantes Stirn für die sieben Todsünden (Hochmut, Jähzorn, Neid, Habgier, Wollust, Völlerei und Trägheit), von denen auch er sich zu reinigen habe. Dann erst schließt der Wächter das Tor auf, Dante beginnt seine eigene Buße auf dem Weg zum Licht und sucht sich von falschen Leidenschaften, vor allem von seinem Hochmut, zu befreien.

Die Terrassen des Läuterungsberges

Auf den ersten drei Terrassen werden die Seelen mit der Liebe zur Untugend geläutert.

  • Erste Terrasse: Auf der ersten Terrasse büßen die Stolzen, indem sie riesige Steine auf dem Rücken tragen müssen, ohne sich aufrichten zu können. Dies soll sie lehren, dass der Stolz Gewicht auf die Seele legt und man ihn deshalb ablegen sollte. Auf dem Boden eingraviert finden sich historische und mythologische Beispiele für Stolz. Durch das Gewicht gebeugt, sind die Sünder gezwungen, diese zu studieren, um von ihnen zu lernen. Am Aufstieg zur nächsten Ebene erscheint ein Engel und entfernt ein P von Dantes Stirn. Dies wird an jedem Aufstieg wiederholt. Bei jedem Entfernen fühlt sich Dantes Körper leichter an, da weniger Sünde ihn niederdrückt.
  • Zweite Terrasse: Die Neider werden auf der zweiten Terrasse geläutert, indem sie mit zugenähten Augen umherwandern müssen. Gleichzeitig tragen sie Kleidung, mit der ihre Seele nicht vom Boden unterscheidbar ist. Dies soll die Sünder lehren, andere nicht zu beneiden und ihre Liebe zu Gott zu lenken.
  • Dritte Terrasse: Auf der dritten Terrasse müssen die Zornigen im sauren Rauch umhergehen. Sie lernen, wie sie der Zorn blind werden ließ und ihre Urteilsfähigkeit verminderte.
  • Vierte Terrasse: Auf der vierten Terrasse befinden sich die Sünder der mangelnden Hingabe, der Trägheit. Die Trägen werden zu ständigem Rennen gezwungen. Sie können nur Läuterung erfahren, indem sie rastlos ihre Buße tun.
  • Fünfte Terrasse: Auf der fünften Terrasse bis zur siebten Terrasse befinden sich die Sünder, die in ihrem Leben die weltlichen Dinge in einer falschen Art und Weise geliebt haben. Die Habsüchtigen und die Verschwender liegen mit dem Gesicht auf dem Boden und können sich nicht bewegen. Die Überhöhung weltlicher Güter wird geläutert und die Sünder lernen ihr Begehren von Besitztümern, Macht oder hohen Positionen zu Gott hinzulenken. Hier trifft Dante auf die Seele Statius', der seine Läuterung vollendet hat und Dante und Vergil bei ihrem Aufstieg zum Paradies begleitet.
  • Sechste Terrasse: Auf der sechsten Terrasse müssen die Maßlosen in ständiger Enthaltsamkeit von Essen und Trinken Läuterung erfahren. Erschwert wird ihnen dies dadurch, dass sie Kaskaden passieren müssen, ohne trinken zu können.
  • Siebente Terrasse: Die Wollüstigen werden gereinigt, indem sie in einer riesigen Flammenwand brennen. Hier sollen die sexuellen Ausschweifungen, die die Liebe der Sünder von Gott ablenkt, überwunden werden. Durch die Flammenwand der siebten Terrasse müssen auch alle Sünder gehen, die ihre Buße auf einer der niedrigeren Terrassen abgelegt haben, bevor sie den Läuterungsberg verlassen können. Nachdem Dante dieses Los geteilt hat, wird das letzte P von seiner Stirn entfernt.

3. Paradiso

Die engelhafte Beatrice führt Dante durch die neun himmlischen Sphären des Paradieses. Diese sind konzentrisch und sphärisch, wie im aristotelischen und ptolemäischen Weltbild. Während die Strukturen des Inferno und Purgatorio auf verschiedenen Klassifizierungen der Sünde basieren, wird das Paradiso durch die vier Kardinaltugenden und die drei theologischen Tugenden strukturiert. Dante trifft und unterhält sich mit mehreren großen Heiligen der Kirche, darunter Thomas von Aquin, Bonaventura, der Heilige Petrus und Johannes.

Das Paradiso besitzt mehr theologische Natur als die Hölle und das Fegefeuer. Dante räumt ein, dass die Vision des Himmels, die er beschreibt, diejenige ist, die ihm gestattet wurde mit seinen menschlichen Augen zu sehen.

Ab dem einunddreißigsten Gesang beschreibt Dante, wie er Maria als Himmelskönigin sieht, bevor die Göttliche Komödie mit dem Anblick des dreieinigen Gottes endet. In einem Erkenntnisblitz, der sich nicht ausdrücken lässt, versteht Dante endlich das Geheimnis von Christi Gottheit und Menschheit, und seine Seele wird verbunden mit der Liebe Gottes.

Resümee

Dantes Werk wird ausnahmslos als „epochal“ gewertet: Es enthält, erstmals in der von Dante „geadelten“ italienischen Volkssprache, die dreiteilige Wanderung durch „das Reich nach dem Tode“, wie es um 1300 gesehen wurde: erst hinab zur „Hölle“, dann durchs „Purgatorio“ hinauf, dann ins „Paradies“; das Ganze in epischer Form, was dem hohen Anspruch angemessen war.

Das Werk verweist explizit auf das große Versdrama Aeneis des Römischen Dichters Vergil und stellt somit von vornherein extrem hohe Ansprüche. Diese Ansprüche werden in der Tat erfüllt, zumal Dante nicht nur immer wieder Einzelheiten des gesamten politischen Lebens Italiens von der späten Stauferzeit des 11. Jahrhunderts bis zur Zeit der frühen Habsburger und des Kaisers Heinrich VII. aus dem Haus Luxemburg aufgreift. Diese Einzelheiten bedürfen der sparsamen Kommentierung,[18] damit sie für Leser der Jetztzeit verständlich sind und zugleich der „Ton“ des Originals gewahrt wird.

Mit seinem Rückgriff auf Formen der Antike hat Dante mit dazu beigetragen, dass sich in Italien schon sehr früh anstelle des Kunststils der Gotik die Renaissance entwickeln konnte.

Nicht nur im theologischen Weltbild ist Dantes Werk – abgesehen von der überragenden dichterischen Dimension – voll auf der Höhe des Wissens seiner Zeit. So verknüpft er z. B. in den Schlussversen seines Werks explizit die Schwierigkeit des Verständnisses der Dreieinigkeit Gottes mit dem mathematischen Problem der Dreiteilung eines Kreisbogens.

Rezeptionsgeschichte

COMINICIA LA COMEDIA DIVINA DI dante alleghieri di Fiorenze..., editio princeps della Divina Commedia, Foligno 1472

Ausgaben (italienisch)

  1. italienisch (La Comedia):

Übersetzungen

Literatur

Kritische Ausgaben

In italienischer Sprache

  • Dante Alighieri: La Divina Commedia, testo critico della Società Dantesca Italiana, riveduto col commento scartazziniano, rifatto da Giuseppe Vandelli. Mailand 1928 (und Nachdrucke bis in die Gegenwart).
  • Dante Alighieri: Divina Commedia, Commento a cura di G. Fallani e S. Zennaro. Rom 2007.
  • Dante Alighieri: Commedia. I. Introduzione. Inferno; II. Purgatorio; vol. III: Paradiso, a cura di Giorgio Inglese. Florenz: Le Lettere, 2021.
  • Dante Alighieri: Commedia. Band 1, Inferno, a cura di Elisabetta Tonello, Paolo Trovato; Band 2, Commento, a cura di Luisa Ferretti Cuomo. Limena: libreriauniversitaria.it Edizioni, 2022. — Siehe auch die sehr ausführliche Buchbesprechung von Rosario Coluccia der Ausgaben von Inglese und von Tonello und Trovato in: Zeitschrift für romanische Philologie. Band 139, 2023, S. 904–939.

In deutscher Sprache

  • Karl Witte: La Divina Commedia di Dante Alighieri, ricorretta sopra quattro dei più autorevoli testi a penna. Rudolfo Decker, Berlin 1862.
  • Hartmut Köhler: Dante Alighieri, La Commedia, Die Göttliche Komödie. Italienisch/Deutsch. In Prosa übersetzt und kommentiert von Hartmut Köhler. Reclam, Stuttgart 2011–2014 / 3 Bände (2082 Seiten) 2021, ISBN 978-3-15-030076-3.

Einführende Erläuterungen und Forschungsliteratur allgemein

  • Erich Auerbach: Dante als Dichter der irdischen Welt. Mit einem Nachwort von Kurt Flasch, Berlin 2001.
  • Ferdinand Barth: Dante Alighieri – Die göttliche Komödie – Erläuterungen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004.
  • Esther Ferrier: Deutsche Übertragungen der Divina Commedia Dante Alighieris 1960–1983. De Gruyter, Berlin/New York 1994.
  • Kurt Leonhard: Dante. Aus der Reihe Rowohlts Monographien. Rowohlt Taschenbuch Verlag GmbH, Hamburg 2001.
  • Franziska Meier: Dantes Göttliche Komödie: eine Einführung. (C.H. Beck Wissen; 2880). Beck, München 2018, ISBN 978-3-406-71929-5.
  • John A. Scott: Understanding Dante. Notre Dame 2004.
  • Siehe auch die jährlich erscheinenden Deutschen Dante Jahrbücher der Deutschen Dante Gesellschaft.
Commons: Göttliche Komödie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Divina Commedia – Quellen und Volltexte (italienisch)

Anmerkungen

  1. J. Leuschner: Deutschland im späten Mittelalter. In: Deutsche Geschichte. Band 1. Vandenhoeck & Ruprecht, 1958, ISBN 3-525-36187-4, Zweiter Teil, Abschnitt I, Unterabschnitt 4: „Staatstheorien und Soziallehren“, S. 474.
  2. Der Erstführer, Vergil, war mit seinem mehr als 1200 Jahre alten Epos Aeneis das unangefochtene Vorbild für Epen auf Latein, während Vergil selbst nur die beiden homerischen Epen Ilias und Odyssee als Vorbild hatte, die um 800 v. Chr. in einer archaischen griechischen Sprache entstanden.
  3. Jo Ann Hoeppner Moran Cruz: Dante’s Matelda: Queen, saint, and mother of emperors. In: Viator 47/3 (2016), S. 209–242 doi:10.1484/J.VIATOR.5.112359.
  4. Die erste Suche nach arabischen Quellen und Parallelen durch den spanischen Priester und Arabisten Miguel Asín Palacios, 1871–1944, deren Ergebnisse er in seinem 1919 erschienenen Werk La escatología musulmana en la Divina Comedia seguida de Historia y crítica de una polémica (1984 in 4. Auflage in Madrid erschienen) vorlegte, ist wissenschaftlich unzureichend gewesen. Vgl. dazu Gotthard Strohmaier: Avicenna. Beck, München 1999, ISBN 3-406-41946-1, S. 150.
  5. Siehe auch Gotthard Strohmaier: Die angeblichen und die wirklichen Quellen der „Divina Commedia“. In: Gotthard Strohmaier: Von Demokrit bis Dante. Die Bewahrung antiken Erbes in der arabischen Kultur. Hildesheim/Zürich/New York 1996 (= Olms Studien. Band 43), S. 471–486.
  6. Gotthard Strohmaier: Avicenna. 1999, S. 150 f.
  7. Der Widmungsbrief steht bei Wikisource als Volltext zur Verfügung: siehe An Can Grande Scaliger
  8. Dante's Divine Comedy and Medieval Christian Cosmology | Religion and Literature Class Notes | Fiveable. Abgerufen am 28. Oktober 2024 (englisch).
  9. The Divine Comedy - (Intro to Humanities) - Vocab, Definition, Explanations | Fiveable. Abgerufen am 28. Oktober 2024.
  10. University of Notre Dame: The Math Behind Dante's Divine Comedy. Abgerufen am 28. Oktober 2024 (englisch).
  11. Zitat von Vergil; vgl. D. Alighieri, H. Gmelin (Übers.): Die Göttliche Komödie. Stuttgart: Reclam Verlag, 2001; S. 9. Canto 1, Vers 91/93.
  12. Analog weist der Läuterungsberg neun Terrassen und das Paradies neun kreisende Himmelssphären auf.
  13. Quelle: Scott G. Bruce (Hg.): Abandon All Hope: Dante’s Inferno (c. 1320). In: The Penguin Book of Hell. Penguin Books, New York 2018, ISBN 978-0-14313-162-5 (pbk.), S. 139–140. Übersetzt mit DeepL.
  14. Im Purgatorio XVII und Paradiso XXVIII werden die dortigen Hierarchien erläutert.
  15. „In Dantes Rechtsvorstellungen gehen aristotelische Begrifflichkeit, römisches Recht, scholastische Definitionsschule und mittelalterliche Strafpraktiken eine komplexte Mischung ein. In letzter Instanz dominiert indessen stets die dichterische Phantasie im Dienste des Glaubens.“ Quelle: Hartmut Köhler: Dante Alighieri. La Commedia. Die Göttliche Komödie. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2010, ISBN 978-3-15-010750-8, S. 162.
  16. „Die Hölle ist so effizient organisiert wie ein bürokratischer Staat: Jede gottlose Seele hat ihren angemessenen Platz und jeder Platz ist mit einer bestimmten Strafe verbunden, die auf eine bestimmte Sünde abgestimmt ist. Mehr als jeder andere Autor vor ihm hatte Dante ein klares und logisches Verständnis von der Geografie des Jenseits.“ Quelle: Scott G. Bruce (Hg.): Abandon All Hope: Dante’s Inferno (c. 1320). In: The Penguin Book of Hell. Penguin Books, New York 2018, ISBN 978-0-14313-162-5 (pbk.), S. 139–140. Übersetzt mit DeepL.
  17. Am Schluss des 28. Gesang des Inferno wird der Begriff contrapasso aus dem Mund des Troubadours Bertran de Born genannt.
  18. Siehe etwa die Vosslersche Ausgabe von 1942, mit ihren sparsamen, aber wichtigen Randnotizen.