Dichlorisocyanursäure

Strukturformel
Strukturformel
Dichlorisocyanursäure (1) und seine tautomere Form (2)
Allgemeines
Name Dichlorisocyanursäure
Andere Namen
  • 1,3-Dichlor-5H-(1,3,5)-triazin-2,4,6-trion
  • Troclosen
Summenformel C3HCl2N3O3
Kurzbeschreibung

weißer, brandfördernder Feststoff mit strengem Geruch nach Chlor[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
EG-Nummer 220-487-5
ECHA-InfoCard 100.018.625
PubChem 16726
DrugBank DB15960
Wikidata Q425286
Eigenschaften
Molare Masse 197,97 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

226,6 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

schwer in Wasser (8 g·l−1 bei 35 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272​‐​302​‐​319​‐​335​‐​410
EUH: 031
P: 273​‐​305+351+338​‐​402(Natriumsalz-Dihydrat)[3]
Toxikologische Daten

1170 mg·kg−1 (LD50, Ratte, oral)[1]

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Dichlorisocyanursäure ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der chlorierten Triazine.

Gewinnung und Darstellung

Dichlorisocyanursäure kann durch Chlorierung von Cyanursäure gewonnen werden:[4]

Verwendung

Dichlorisocyanursäure und sein Natriumsalz Natriumdichlorisocyanurat werden als Desinfektionsmittel für Wasser (z. B. für Swimmingpools) verwendet.

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e Eintrag zu Dichlorisocyanursäure in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 21. Februar 2017. (JavaScript erforderlich)
  2. ↑ Eintrag zu Dichloro-1,3,5-triazinetrione in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 1. Februar 2016. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  3. ↑ Datenblatt Dichloroisocyanuric acid sodium salt dihydrate bei Merck, abgerufen am 5. September 2012.
  4. ↑ Klaus Huthmacher, Dieter Most: Cyanuric Acid and Cyanuric Chloride. Ullmann’s Encyclopedia of Industrial Chemistry. 2005, Wiley-VCH, Weinheim. ISBN 3-527-31097-5, doi:10.1002/14356007.a08_191.