Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen
| Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) | |
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| Rechtsform | Nicht rechtsfähiger Verein |
| Gründung | 30./31. März 1985 in München |
| Sitz | Berlin |
| Zweck | Förderung sicherheitspolitischer Bildung |
| Vorstand | Josef Hebeda, Janek Dirr, Pascal Läpple, Mats Göttsche, Jannik Steinwender |
| Website | www.sicherheitspolitik.de |
Der Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen (BSH) ist ein Nachwuchsnetzwerk außen- und sicherheitspolitisch orientierter Hochschulgruppen an deutschen Universitäten und Hochschulen. Seine Arbeit als überparteilicher Dachverband wird auf dem Gebiet der sicherheitspolitischen Bildung finanziell über den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr mittelbar vom Deutschen Bundestag gefördert.[1] Die Mitgliedschaft ist kostenlos und steht allen immatrikulierten Studenten, Doktoranden und Hochschulmitarbeitern offen. Der BSH wurde am 9. Oktober 2008 von Bundespräsident Horst Köhler als Ort im Land der Ideen ausgewählt.[2]
Zweck
Als sicherheitspolitisches Nachwuchsnetzwerk sieht sich der Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen als Mittler und Multiplikator außen- und sicherheitspolitisch relevanter Themen für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.
Gemäß seiner Satzung[3] hat er das Ziel:
„[…] unter dem akademischen Nachwuchs den sachlichen und wissenschaftlichen Diskurs über außen- und sicherheitspolitische Themen zu fördern.“
Dabei beabsichtigt der Verband als akademisches Forum die interdisziplinäre Förderung einer gesamtgesellschaftlichen Debatte durch Vorträge, Kolloquien, Seminare, Exkursionen und wissenschaftliche Publikationen.
Leitbild
Der Verband und die in ihm zusammengeschlossenen Hochschulgruppen vertreten die Werte der freiheitlich demokratischen Grundordnung und arbeiten überparteilich und überkonfessionell.
In dem durch die außerordentliche Mitgliederversammlung am 28. Oktober 2012 beschlossen Grundsatzprogramm[4] heißt es:
„Der BSH stützt sich bei seiner Arbeit auf einen umfassenden Sicherheitsbegriff. Die Pluralität seiner Mitglieder und die Vielzahl der im BSH vereinten akademischen Hintergründe erlauben es dem Verband dabei, sicherheitspolitische Themen interdisziplinär zu beleuchten und dadurch ihrer Komplexität gerecht zu werden.“[5]
Das Engagement im Verband ist grundsätzlich ehrenamtlich.
Struktur
Das höchste Gremium des BSH ist die Bundesversammlung, die einmal im Jahr aus Delegierten und Gästen aller Hochschulgruppen zusammentritt. Die Bundesversammlung wählt satzungsgemäß jährlich den Bundesvorstand, der für die Gestaltung der Arbeit auf Bundesebene verantwortlich ist. Der Bundesvorstand setzt sich aus einem Vorsitzenden und mehreren stellvertretenden Vorsitzenden zusammen. Der aktuelle Bundesvorstand[6] besteht aus vier gewählten stellvertretenden Vorsitzenden mit den Ressorts Hochschulgruppenarbeit, Akademien, Seminare und Exkursionen sowie Publikationen. Den Vorstandsmitgliedern und ihren jeweiligen Ressorts sind Beauftragte zugeordnet, welche sie in ihrer Arbeit unterstützen. Die Beauftragten werden durch den Bundesvorstand für ein Jahr ernannt. Die im BSH zusammengeschlossenen Hochschulgruppen gestalten und bestimmen ihre inhaltliche und organisatorische Arbeit selbstständig. Die Hochschulgruppen (HSGn) sind eigenständige Studierendengruppen, die sich an ihrem Hochschulstandort mit dem Thema Sicherheits- und Außenpolitik auseinandersetzen. Häufig genutzte Formate sind Podiumsdiskussionen, Exkursionen oder Vorträge. Die Initiativen unterscheiden sich in ihrem Status innerhalb des BSH von den HSGn. Sie bilden die Vorstufe zu einer Hochschulgruppe. Auf Antrag werden diese durch den gewählten Bundesvorstand zur Hochschulgruppe ernannt und dürfen ab diesem Zeitpunkt das Corporate Design des BSH nutzen. Mit Stand Oktober 2025 vereint der BSH 27 Hochschulgruppen und fünf Initiativen.[7] Sie können zur Finanzierung ihrer Aktivitäten auf Mittel des Bundesverbandes zurückgreifen. Die Mittel werden durch den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr als Zuwendungsempfänger des Bundes verwaltet.
Publikationen

Der Verband hat es sich zur Aufgabe gemacht, zur akademischen sicherheitspolitischen Diskussion beizutragen und die öffentliche Debatte zu sicherheitspolitischen Themen anzuregen. Zu diesem Zweck führt er nicht nur Veranstaltungen durch, sondern etablierte auch ein breites Angebot an Publikationen, die vor allem durch die in den Hochschulgruppen des BSH organisierten Nachwuchswissenschaftler bedient werden.
Wissenschaft und Sicherheit
Die Schriftenreihe Wissenschaft und Sicherheit (WiSi) wurde zwischen 2005 und 2014 regelmäßig herausgegeben.[8] Insgesamt sind sieben Sammelbände der Schriftenreihe im Berliner Wissenschafts-Verlag erschienen, u. a. zu den Themen Medien und Terrorismus, den deutsch-israelischen Sicherheitsbeziehungen sowie dem Zeitalter der Einsatzarmee. Für die publizistische Tätigkeit im Rahmen des Projektes Wissenschaft und Sicherheit erhielt der BSH für die Schriftenreihe vom Bundespräsidenten, der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft verliehen Titel Ausgewählter Ort im Land der Ideen.[2]
Goldene Eule
Der Bundesvorstand des BSH zeichnet mit dem Nachwuchsförderpreis Goldene Eule[9] regelmäßig herausragende Abschlussarbeiten zu sicherheitspolitischen Themen aus. Der Preis wird im Zwei-Jahres-Rhythmus in den Kategorien Bachelor- und Masterarbeit verliehen. Je Kategorie ist die Auszeichnung mit 1.000 € Preisgeld dotiert. Die Auswahl der zu würdigenden Abschlussarbeiten erfolgt durch ein beidseitig anonymes Gutachterverfahren, bei dem pro Einreichung mindestens drei Experten aus Wissenschaft und Lehre die Arbeit anhand eines einheitlichen Bewertungsbogens begutachten. Jede Verleihung der Goldenen Eule steht im Rahmen eines Schwerpunktthemas.
WiSi-Online
Im Jahr 2004 begründete der BSH die Onlinepublikation Wissenschaft und Sicherheit – Online, abgekürzt WiSi-Online.[10]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Zuschuss an den "Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V." ( des vom 9. Januar 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Haushaltsgesetz 2021
- ↑ a b Wissenschaft und Sicherheit / Bundesverband Sicherheitspolitik an Hochschulen | Land der Ideen | Deutschland. 2008, archiviert vom am 29. September 2020; abgerufen am 1. April 2020. Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Satzung. Abgerufen am 14. April 2017.
- ↑ Leitbild. Abgerufen am 14. April 2017.
- ↑ Archivlink ( vom 9. Januar 2014 im Internet Archive)
- ↑ Bundesvorstand . Abgerufen am 8. Januar 2020.
- ↑ Hochschulgruppen. Abgerufen am 17. Januar 2026.
- ↑ Wissenschaft und Sicherheit. Abgerufen am 1. April 2020.
- ↑ Goldene Eule. Abgerufen am 14. April 2017.
- ↑ Wissenschaft & Sicherheit online. Abgerufen am 1. April 2020.
