Benzyltriethylammoniumchlorid

Strukturformel
Strukturformel von Benzyltriethylammoniumchlorid
Allgemeines
Name Benzyltriethylammoniumchlorid
Andere Namen
  • N,N,N-Triethyl-N-benzylammoniumchlorid
  • N-Benzyl-N,N-diethylethanaminiumchlorid
  • TEBAC
  • BTEAC
Summenformel C13H22ClN
Kurzbeschreibung

weißes kristallines Pulver mit charakteristischem Geruch[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer 56-37-1
EG-Nummer 200-270-1
ECHA-InfoCard 100.000.246
PubChem 66133
ChemSpider 59521
Wikidata Q27258963
Eigenschaften
Molare Masse 227,78 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

0,976 g·cm−3 (20 °C)[1]

Schmelzpunkt

Zersetzung unter Erhitzen[1]

Löslichkeit

leicht löslich in Wasser (630 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 (CLP),[2] ggf. erweitert[1]
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 302+352​‐​305+351+338[1]
Toxikologische Daten
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Benzyltriethylammoniumchlorid (TEBAC) ist eine organisch-chemische Verbindung aus der Stoffgruppe der quartären Ammoniumverbindungen.

Gewinnung und Darstellung

Benzyltriethylammoniumchlorid kann durch Reaktion von Benzylchlorid mit Triethylamin in einem geeigneten Lösungsmittel hergestellt werden.[3]

Eigenschaften

Chemische Eigenschaften

Benzyltriethylammoniumchlorid ist ein brennbarer, schwer entzündbarer Feststoff. Bei 20 °C weist eine wässrige Lösung der Konzentration 100 g/l einen pH-Wert von 6–8 auf.[1]

Verwendung

Benzyltriethylammoniumchlorid wird vor allem als Phasentransferkatalysator, zum Beispiel bei der Addition von Dichlorcarbene an Olefine oder bei der Herstellung von Epoxiden, eingesetzt.[4]

Sicherheitshinweise

Von Benzyltriethylammoniumchlorid gehen akute und chronische Gesundheitsgefahren aus. Die Zündtemperatur beträgt 300 °C. Ab einer Temperatur von 185 °C zersetzt sich die Verbindung in Ammoniak und Chlorwasserstoff. Mit einem Flammpunkt von > 275 °C gilt die Substanz als schwer entflammbar.[1]

Einzelnachweise

  1. ↑ a b c d e f g h i j Eintrag zu Benzyltriethylammoniumchlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 11. Oktober 2021. (JavaScript erforderlich)
  2. ↑ Eintrag zu Benzyltriethylammoniumchlorid in der Datenbank ECHA CHEM der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA), abgerufen am 11. Oktober 2021. Hersteller bzw. Inverkehrbringer können die harmonisierte Einstufung und Kennzeichnung erweitern.
  3. ↑ Vorlage:OrgSynth/Autor nicht angegebenHomoconjugate addition of nucleophiles to cyclopropane-1,1-dicarboxylate derivatives: preparation of 2-oxo-1-phenyl-3-pyrrolidinecarboxylic acid (Notes) In: Organic Syntheses. 60, 1981, S. 66, doi:10.15227/orgsyn.060.0066 (PDF).
  4. ↑ Rainer Beckert, Egon Fanghänel, Wolf D. Habicher, Hans-Joachim Knölker, Peter Metz, Klaus Schwetlick: Organikum. 23. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2009, ISBN 978-3-527-32292-3, S. 329, 532.