Arthur von Schönborn-Wiesentheid

Arthur Franz Maximilian Graf von Schönborn-Wiesentheid (* 30. Januar 1846 in Würzburg; † 29. September 1915 auf Schloss Wiesentheid) war ein deutscher Gutsbesitzer und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Leben

Arthur Franz Maximilian von Schönborn-Wiesentheid entstammte dem ursprünglich aus dem Rheingau und Taunus kommenden Adelsgeschlecht Schönborn und war ein Sohn des Grafen Clemens August von Schönborn-Wiesentheid (1810–1877) und dessen Ehefrau Irene Gräfin von Batthyány de Németujvár (1811–1891). Er verfügte über umfangreichen Gutsbesitz in Unter- und Oberfranken, das unter Familienfideikommiss stand. Als Nachfolger seines Vaters hatte er vom 10. November 1877[1] bis zum 29. September 1915 als erblicher Reichsrat einen Sitz in der Kammer der Reichsräte, deren Mitglieder neben den Mitgliedern der Kammer der Abgeordneten den Bayerischen Landtag bildeten.

Schönborn-Wiesentheid war Major À la suite in der Bayerischen Armee, zuletzt Oberstleutnant.

Familie

Sein jüngerer Bruder Friedrich Carl (1847–1913) war als Nachfolger seines Vaters Mitglied des Deutschen Reichstags.

Schloss Wiesentheid, Familienbesitz der Grafen von Schönborn-Wiesentheid

Arthur war seit den 12. April 1871 mit Prinzessin Stephanie Marie Antonie zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1851–1891, Tochter des Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst und der Gräfin Marie Sayn-Wittgenstein) verheiratet. Aus der Ehe sind die Kinder Maria Antonie (* 1872, ∞ 1906 Graf Wolfgang von Oberndorff), Marie Irene (* 1875, ∞ 1908 Erwin von und zu Eltz gen. Faust von Stromberg) und Erwein Klemens (1877–1942, Erbgraf) hervorgegangen[2].

Auszeichnungen

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Verhandlungen der Kammer der Reichsräthe des Königreiches Bayern, Band 140. 1881 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. ↑ Gothaischer genealogischer Hofkalender nebst diplomatisch-statistichem Jahrbuch 1912. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).