Łąka (Otmuchów)
| Łąka | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: |
| |
| Woiwodschaft: | Oppeln | |
| Powiat: | Nysa | |
| Gmina: | Otmuchów | |
| Geographische Lage: | 50° 23′ N, 17° 13′ O
| |
| Höhe: | 210–260 m n.p.m. | |
| Einwohner: | 361 (31. Dez. 2018[1]) | |
| Postleitzahl: | 48-385 | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 77 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ONY | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Nächster int. Flughafen: | Flughafen Breslau | |
Łąka (deutsch Wiesau) ist ein Ort in der Stadt- und Landgemeinde Otmuchów im Powiat Nyski der Woiwodschaft Opole in Polen. Der Ort liegt an der Łuża, einem rechten Zufluss des Weidenauer Wassers.
Geographie
Das Waldhufendorf Łąka liegt im Südwesten der Region Oberschlesien an der Grenze zu Tschechien, etwa zehn Kilometer südöstlich von Otmuchów, 17 Kilometer südwestlich von Nysa und 76 Kilometer südwestlich von Opole.
Westlich von Łąka verläuft eine stillgelegte Bahnlinie der ehemaligen Neisser Kreisbahn.
Nachbarorte von Łąka sind im Nordwesten Kałków (Kalkau), im Nordosten Jodłów (Tannenberg), im Süden Jarnołtów (Dürr Arnsdorf) und im Südwesten die Stadt Vidnava (Weidenau).
Geschichte


„Pratum“ wurde 1291 erstmals erwähnt. Es gehörte von Anfang an zum Herzogtum Oppeln und wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts als Waldhufensiedlung angelegt.[2] Im Breslauer Zehntregister Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis aus den Jahren 1295–1305 ist es erneut als Pratum belegt. 1377 erfolgte eine Erwähnung als Wesa.[3]
Nach dem Ersten Schlesischen Krieg 1742 fiel Wiesau mit dem größten Teil Schlesiens an Preußen. 1780 wurde Wiesau, zuvor zu Weidenau gehörig, eigenständige Pfarrei.[4]
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Wiesau ab 1816 zum Landkreis Neisse, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Dorf eine katholische Pfarrkirche, eine katholische Schule und 100 weitere Häuser. Die Einwohnerzahl lag damals bei 636, davon fünf evangelisch.[2] 1855 waren es 594 Einwohner. 1865 bestanden im Ort 33 Bauernstellen, 14 Gärtner-, 27 Häuslerstellen sowie zwei Kretschame und eine Brauerei.[4] 1874 wurde der Amtsbezirk Dürr Arnsdorf gebildet, dem die Landgemeinden Dürr Arnsdorf, Schubertscrosse, Tannenberg und Wiesau und die Gutsbezirke Dürr Arnsdorf, Tannenberg und Wiesau eingegliedert wurden.[5] 1885 zählte Wiesau 531 Einwohner.[6]
1920 wurde das Denkmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs errichtet, das nach 1945 wieder entfernt wurde.[7] 1933 lebten in Wiesau 451 Einwohner, 1939 waren es 656 Einwohner.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Wiesau 1945 mit dem größten Teil Schlesiens unter polnische Verwaltung. Nachfolgend wurde es in Łąka umbenannt und der Woiwodschaft Schlesien angeschlossen. Die einheimische deutsche Bevölkerung wurde, soweit sie nicht vorher geflohen war, weitgehend vertrieben. 1950 wurde es der Woiwodschaft Opole eingegliedert. Seit 1999 gehört es zum Powiat Nyski. 2007 lebten 407 Einwohner im Ort.[8]
Sehenswürdigkeiten
- Die römisch-katholische Kirche St. Katharina (Kościół Narodzenia NMP i św. Jerzego) ist eine im Kern frühgotische Kirche aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. 1561 wurde sie an der Südseite erweitert. Um 1777 wurde das Gotteshaus weitreichend umgebaut. Hierbei wurde der Westturm mit kelchförmigen Dach und die Sakristei im Stil des Barock angebaut.[9] Das Gebäude wurde 1950 unter Denkmalschutz gestellt[10]
- Zweigeschossiges Pfarrhaus im Stil des Klassizismus aus dem 18. Jahrhundert. Es steht seit 1966 unter Denkmalschutz gestellt.[10]
- Empfangsgebäude des ehemaligen Bahnhofs Kalkau-Wiesau – 1911 erbaut und heute ein Wohnhaus
- Steinerne Wegekapellen
- Steinerne Wegekreuze
- Hölzernes Wegekreuz
Vereine
- Fußballverein LZS Łąka
- Freiwillige Feuerwehr OSP Łąka
- Landfrauenverein KGW Łąka
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Graport o stanie Gminy Otmuchów za 2018 rok, abgerufen am 17. April 2020
- ↑ a b Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 741.
- ↑ H. Markgraf, Wilhelm Schulte: Liber fundationis episcopatus Vratislaviensis (= Codex Diplomaticus Silesiae. Band XIV). Breslau 1889 (Latein, dokumentyslaska.pl [abgerufen am 17. April 2020]).
- ↑ a b Felix Triest: Topographisches Handbuch von Oberschlesien. Breslau 1865, S. 1017 (Vorschau in der Google-Buchsuche).
- ↑ "Territorial">Amtsbezirk Dürr Arnsdorf
- ↑ AGOFF Kreis Neisse
- ↑ Onlineprojekt Gefallenendenkmäler Wiesau
- ↑ Charakterystyka Gminy Otmuchów 2007 (polnisch)
- ↑ Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 592–593.
- ↑ a b Denkmalregister der Woiwodschaft Opole (polnisch; PDF; 913 kB)


