Einfache elektronische Signatur (EES)
Durch die einfache Möglichkeit, eine Bild-Unterschrift aus einem PDF abzuspeichern und in eine andere Datei einzufügen, ist diese Art der elektronischen Unterschriften nur so sicher, wie eine E-Mail mit Liebe Grüße... zu signieren.
- Xournal++ (https://xournalpp.github.io/)
- open-source und plattformübergreifend nutzbar
- kann z. B. mit einem Grafiktablett eine Bild-Unterschrift in ein PDF setzen
Fortgeschrittene elektronische Signatur (FES)
Diese bieten durch eine digitale Signatur (meist für die E-Mail-Adresse des Accounts ausgestellt) zusätzliche Glaubwürdigkeit, dass das Dokument wirklich von der angegebenen Person unterschrieben und danach nicht mehr verändert wurde. Allerdings ist es auch möglich, dass mithilfe der gehackten E-Mail-Adresse einer anderen Person oder einer, die so aussieht wie als gehöre sie ihr, ein glaubwürdig wirkender Account erstellt und vermeintlich in ihrem Namen unterschrieben wird.
Europäische Dienstleister (in dieser Reihenfolge präferiert)
- sproof (https://www.sproof.com/de)
- kostenlose, ohne willkürliche Beschränkungen für private Zwecke nutzbare digitale Signaturen ("Fair Use")
- gut im Dokument sichtbare, anpassbare Bild-Unterschrift
- minimalistische Bedienoberfläche im Material Design

- Yousign (https://yousign.com/de-de)
- seriös wirkender Anforderungs-Workflow und schöne Benutzeroberfläche
- Bild-Unterschrift sieht am besten von allen aus (es wird nur ein "Certified by Yousign" darunter gesetzt)
- leider ohne zu zahlen auf 3 Verwendungen pro Monat beschränkt, auch zum selbst unterschreiben

- Autenti (https://autenti.com/de/)
- Registrierung vergleichsweise umständlich
- keine sichtbare Bild-Unterschrift, nur Bestätigung auf zweiter Seite
- monatlich beschränkte Verwendungen, Dokumente können online nur archiviert und nicht gelöscht werden
- Signatur von EUTL-Anbieter, aber in digiSeal reader ungültig (drei Signaturen und ein Zeitstempel):

Nicht empfehlenswert:
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Sign.Plus: digiSeal Reader erkennt keine Unterschrift, laut Adobe Acrobat enthält sie "nicht korrekte, nicht erkannte, beschädigte oder unzuverlässige Daten"
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Paperless, XiTrust MOXIS, Skribble: nicht dauerhaft kostenlos nutzbar
Quelle: https://european-alternatives.eu/de/kategorie/digitale-signatur-software
Selbst hostbare Open-Source-Software

- DocuSeal (https://www.docuseal.com/)
- geordnete, minimalistische Benutzeroberfläche
- Signatur von singapurischem AATL-Anbieter, erscheint in Adobe Acrobat als vertrauenswürdig

Nicht getestet werden konnten:
- LibreSign: erfordert eigene Nextcloud-Instanz, da es ein Add-On für Nextcloud ist
- Documenso: Verifikations-E-Mail kommt nicht an
Quelle: https://alternativeto.net/software/echosign/?license=opensource
Qualifizierte elektronische Signatur (QES)
Da hierfür nach eIDAS-Verordnung eine Identifizierung mit dem Personalausweis geschieht, kann die angegebene Person mit Sicherheit als Unterzeichner festgestellt werden. Die QES entspricht rechtlich einer handschriftlichen Unterschrift. Meines Wissens gibt es derzeit aber keinen Anbieter, der sie kostenlos anbietet. Ab 2027 sollen Signaturen über eine digitale Brieftasche (EUDI-Wallet) ohne zwischengeschalteten Vertrauensdienstleister möglich sein.
Quelle: https://www.personalausweisportal.de/Webs/PA/DE/wirtschaft/eIDAS-konforme-fernsignatur/eidas-konforme-fernsignatur-node.html
- sign-me (https://cloud.sign-me.de/signature/start)
- offizielles Angebot von D-Trust, dem Trustcenter der Bundesdruckerei GmbH
- ab 18 Jahren mit Online-Ausweis und AusweisApp nutzbar
- keine Abo-Gebühr, stattdessen Kosten in Coins pro Signaturvorgang:
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FES (2 Coins) |
QES (5 Coins) |
| 10 Coins (Startguthaben) |
5 kostenlos möglich |
2 kostenlos möglich |
| 100 Coins (34,90€) |
0,70€ pro Signatur |
1,75€ pro Signatur |
| 500 Coins (139,90€) |
0,56€ pro Signatur |
1,40€ pro Signatur |